Attentat in Wien

Einkaufszentren, Geschäfte und Bankfilialen waren nach Anschlag zu

Zahlreiche Geschäfte, Banken sowie Shoppingzentren sind am Tag nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt zugeblieben. Betroffen sind unter anderem "The Mall" beim Bahnhof Wien-Mitte, das Kaufhaus Gerngross, Kaufhaus Steffl sowie das Donauzentrum. Im Handel haben 90 Prozent der Geschäfte in der Innenstadt zu. Die Erste Bank lässt zehn Filialen in der Bundeshauptstadt geschlossen. Auch einige Bank-Austria- und Bawag-Filialen in der City sperrten nicht auf.

Die Selbstbedienungsfoyers sind in Betrieb SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Die Selbstbedienungsfoyers sind in Betrieb

"Die Empfehlung des Innenministers heute in der Früh war, die Innenstadt zu meiden und das gilt natürlich auch für uns und unsere Beschäftigten", sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik am Dienstag zur APA. Der Branchenvertreter betreibt selbst ein Damenmodengeschäft im Zentrum der Stadt. Das heurige Jahr sei ein "Horrortrip der Extraklasse". Am Mittwoch sperren die Geschäfte in der Innenstadt wieder auf.

The Mall" erklärte auf Facebook, das Shopping-Center bleibe "aufgrund der aktuellen Situation vorübergehend geschlossen". Die drei Security-Mitarbeiter vor dem Haupteingang hatten viel zutun, um zahlreiche Personen wieder wegzuschicken. Die meisten von ihnen haben Verständnis, andere würden dennoch gerne einkaufen gehen. Das Kaufhaus Gerngross schrieb, es folge der Empfehlung der Polizei und öffne daher erst am Mittwoch wieder. Auch das Kaufhaus Steffl in der Kärntner Straße, keinen Kilometer von den Tatorten entfernt, blieb zu. "Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern und Verletzten sowie deren Familien und Freunden", teilte die Betreibergesellschaft am Dienstag mit.

Die Handelsbranche ist heuer durch die coronabedingten Schließwochen und die eingetrübte Konsumstimmung ohnehin schon schwer gebeutelt. Ab heute gilt auch in Österreich ein Teil-Lockdown samt Ausgangsbeschränkungen in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr. "Es ist ein dermaßen schwieriges Jahr für alle Betriebe und Mitarbeiter. Da braucht man viel emotionale Stabilität, dass man hier durchkommt", räumte der Händler ein. Dass jetzt auch noch ein Anschlag dazu komme, bezeichnete Trefelik als "toxische Mischung".

Bei der Erste Bank bleiben den ganzen Dienstag folgenden Filialen geschlossen: Wallnerstraße, Graben, Kärntner Straße, Ringturm, Rennweg, Linke Wienzeile, Donau Zentrum, Wien Mitte, Riverside (Liesing) und Auhof Center. Die Selbstbedienungsfoyers sind in Betrieb, teilte das Geldhaus mit. Die Bank Austria lässt laut Website alle Filialen im ersten Bezirk geschlossen, die BAWAG jene in der Wipplinger Straße und in der Taborstraße.

Quelle: APA

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