Österreich

Bank-Austria-Ost-Abspaltung beunruhigt Bankpensionisten

Dass die Bank Austria um ihr CEE-Geschäft schrumpft, das an ihre Mutter UniCredit geht, besorgt die Bank-Pensionisten. Es geht darum, ob die geschrumpfte Bank Austria die Pensionslast tragen kann, schreibt "Der Standard". Das Ostgeschäft machte zuletzt vier Fünftel des Bank-Austria-Ertrages aus, die Pensionisten sorgen sich um ihr Geld - und wollen sich juristisch absichern.

Bank-Austria-Ost-Abspaltung beunruhigt Bankpensionisten SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Sorge um Pensionen wegen Schrumpfung der Bank.

Die Bank muss pro Jahr rund 220 Mio. Euro für die Bankpensionen aufwenden, zitiert die Zeitung den Obmann des Vereins der Bank- und Sparkassen-Pensionisten, Kurt Hejc. Juristische Schritte würden angedacht - um "ein Auffangnetz" zu schaffen, falls "die Bank einmal nicht mehr zahlen kann". Rechtlich argumentiert eine vom Verein engagierte Juristin mit einem Recht von Gläubigern bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen Sicherstellung für ihre Forderungen zu beanspruchen.

Eine EU-Regel für Zusammenschlüsse (Verschmelzungsgesetz) besagt, dass glaubhaft gemacht werde muss, dass durch eine Verschmelzung die Erfüllung von Gläubiger-Forderungen nicht gefährdet wird. Gebe das Gericht dem Antragsteller recht, stehe ihm eine Sicherheitsleistung zu. Hejc geht laut "Standard" davon aus, dass "einige Hundert" Pensionisten einen Antrag stellen werden, Zeit ist dafür noch bis 30. August. Schließlich wird das CEE-Geschäft der Bank Austria aus einer neuen Gesellschaft heraus mit der UniCredit verschmolzen. Einen vergleichbaren Fall gab es bisher nicht. Hejc sagt, "wir probieren es". Auf Haftungen der AVZ Stiftung und der Stadt Wien für die Bank Austria will sich der Verein wohl nicht verlassen.

Rund 7.000 Leute bekommen ihre Pension direkt von der Bank oder dies steht noch bevor. Mehr werden es ja wegen des Transfers ins ASVG-System nicht mehr.

Quelle: APA

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