Wirtschaft

BKS-Chefin beklagt teuren Streit mit Bank Austria

Die Klagenfurter BKS Bank (Bank für Kärnten und Steiermark) hat am Freitag ihre Quartalszahlen vorgelegt. Unterm Strich war der Überschuss im ersten Vierteljahr 2019 um fast 30 Prozent höher als voriges Jahr um diese Zeit. Auch diese Regionalbank liegt - genauso wie ihre Schwesterbanken BTV und Oberbank - im Streit mit der Kernaktionärin UniCredit Bank Austria.

Herta Stockbauer, Vorstandschefin der börsennotierten BKS Bank, beklagt im Quartalsbericht, dass dieser Disput Geld und Zeit verschlinge, die sie lieber für die Kunden und die operative Arbeit aufbringen wollte.

Im Vorwort zum Zwischenbericht bedankte sich Stockbauer bei den Aktionären für deren Rückhalt bei der Hauptversammlung am 8. Mai und namentlich dafür, dass die von "einer Minderheitsaktionärin" (Bank Austria, Anm.) beantragte Sonderprüfung aller seit 1994 durchgeführten Kapitalerhöhungen mit so großer Mehrheit abgelehnt wurde. Die Bankchefin verwies auf zahlreiche behördliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen für die bekannten wechselseitigen Beteiligungen in der 3-Banken-Gruppe. Und darauf, dass die UniCredit Bank Austria bzw. deren Vorgängerinstitute sich beinahe an allen Kapitalerhöhungen beteiligt hätten.

"Aller Unbill der letzten Wochen zum Trotz blicken wir in diesem Zwischenbericht auf ein äußerst erfolgreiches erstes Quartal zurück", schrieb Stockbauer. Der Periodenüberschuss lag per Ende März bei 17,3 Mio. Euro, ein Zuwachs um 29 Prozent. Zweistellige Zuwächse gab es dabei im Zinsergebnis und auch im Provisionsergebnis. Die Bilanzsumme lag mit 8,5 Mrd. Euro leicht, um 0,8 Prozent, über dem Niveau zum Jahresende 2018. Das Kreditwachstum verlief etwas moderater als 2018.

Wie die BKS Bank weiter berichtete, reduzierte sich das harte Kernkapital aufgrund höherer Abzugsposten durch Bankenanteile seit dem Jahresultimo 2018 um 2,5 Prozent auf 578,6 Mio. Euro. Dementsprechend fiel die harte Kernkapitalquote von 11,2 auf 10,9 Prozent. Unter Einrechnung von Ergänzungskapital von 133,7 Mio. Euro wurden die Eigenmittel mit 771,2 Mio. Euro ausgewiesen. Die Gesamtkapitalquote lag zum 31. März 2019 bei 14,5 (Vorjahres-Ultimo: 14,8) Prozent.

Quelle: APA

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 05.12.2020 um 04:45 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/bks-chefin-beklagt-teuren-streit-mit-bank-austria-70720153

Kommentare

Schlagzeilen