Wirtschaft

Blumen in Deutschland deutlich teurer, in Österreich stabil

Die Inflation macht auch vor dem Muttertag nicht Halt: In Deutschland sind Schnittblumen und Zimmerpflanzen deutlich teurer geworden. Wie das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ausrechnete, stiegen die Preise für Schnittblumen seit März vergangenen Jahres um rund neun Prozent. In Österreich hat sich laut B&B-Chef Robert Bigl nichts geändert.

Zum Muttertag wird's teurer SN/APA/RUBRA (Themenbild)/RUBRA
Zum Muttertag wird's teurer

"Morgen und am Muttertag werden die Schnittblumen etwas teurer, aber das ist normal. Es hat sich nichts geändert - wir verkaufen die Blumen zum selben Preis wie letztes Jahr", sagte der Blumenhändler. Zu B&B gehören über 60 Filialen in Österreich.

Hauptgrund für die Teuerung in Deutschland dürften auch die zuletzt hohen Energiepreise sein, erklärte das IW am Freitag. Auch Zimmerblumen und Zimmerpflanzen als Alternative zum Strauß wurden teurer - der Anstieg innerhalb eines Jahres fiel aber mit knapp sechs Prozent etwas geringer aus.

Bereits zum Valentinstag hatte die Deutsche Presse-Agentur eine Teuerung der Schnittblumen sowie einen Rückgang des Angebots gemeldet. Dabei bezog sie sich auf einen Sprecher der größten Blumen-Auktion der Niederlande, Royal Flora Holland. Die Sparmaßnahmen in den Gewächshäusern aufgrund der gestiegenen Energiekosten verringerten vor allem den Bestand der Tulpen, die schlechte Witterung trug ebenfalls dazu bei.

Die meisten in Deutschland und Österreich verkauften Schnittblumen kommen aus den Niederlanden. Aber auch bei Chrysanthemen, Gerbera, Eustoma und Rosen solle sich die deutsche Teuerung bemerkbar machen. Wer auf Schokolade statt Blumen zum Muttertag umschwenken möchte, kommt in Deutschland günstiger davon: Hier lag der Preisanstieg bei 1,7 Prozent, wie das IW mitteilte. Grund dafür war der relativ stabile Beschaffungspreis für Kakao.

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