Österreich

Börse-Chef für KESt-Abschaffung bei niedrigen Einkommen

Der Chef der Wiener Börse, Christoph Boschan, will mehr Menschen dazu bringen, in Aktien zu investieren. Ein möglicher Ansatz wäre es, für niedrigere Einkommensstufen die Kapitalertragssteuer abzuschaffen. "Das würde auch für sie den Spielraum ausweiten, das Risiko am Aktienmarkt zu tragen. Reiche Leute können das Risiko immer tragen", sagte Boschan zur "Presse".

Boschan will auch finanzschwächere Leute für Aktien begeistern.  SN/APA/HANS KLAUS TECHT
Boschan will auch finanzschwächere Leute für Aktien begeistern.

Entscheidend sei es, für mehr Finanzbildung der Österreicher zu sorgen. Nur wer die Zinseszinsenrechnung verstehe, könne für die langfristigen Chancen am Aktienmarkt ein Verständnis entwickeln. Die früher erfolgte Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf Aktien und die Abschaffung der Spekulationsfrist seien "fatale Signale, die außerordentlich negative Auswirkungen auf das Kapitalmarktgeschehen in Österreich haben und damit auch negative volkswirtschaftliche Effekte", meint Boschan.

Seit heute Montag kann man an der Wiener Börse auch mit Unternehmen in den kleineren deutschen Aktienindizes, im MDAX, Tec DAX und SDAX handeln. Schon länger kann man in Wien mit Aktien von Firmen im DAX, im Nasdaq 100 und Dow 30 handeln.

Quelle: APA

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