Wirtschaft

Branchenexperte erwartet keinen "Run" im Handel

Handelsexperte Peter Buchmüller erwartet keinen unmittelbaren "Run", wenn ein Großteil der Geschäfte nach Ostern wieder aufsperrt. "Das Kundenverhalten hat sich in den letzten paar Wochen verändert. Die Kunden kommen nicht mehr jeden Tag einkaufen", sagte Buchmüller, oberster Vertreter für die Handelsbranche in der Wirtschaftskammer, zur APA. Er glaubt, es wird ein langsamer Prozess.

Jede Schließwoche kostet Handel etwa eine halbe Milliarde Euro Umsatz SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Jede Schließwoche kostet Handel etwa eine halbe Milliarde Euro Umsatz

Die Menschen müssten sich erst wieder ans Einkaufen gewöhnen. Viele hätten auch Angst. "Das wird ein bisschen dauern, aber dann wird es sich wieder normalisieren", erwartet Buchmüller.

Auch im Lebensmittel- und Drogeriehandel sei die Kundenfrequenz in den vergangenen Wochen zurückgegangen, dafür sei der Durchschnittseinkauf gestiegen, so Buchmüller. Die Drogeriekette dm informierte bereits vor drei Wochen, sich keineswegs als Krisengewinner zu sehen. Nach kurzfristigen Hamsterkäufen ging die Frequenz in den Drogeriemärkten dermaßen zurück, dass hohe Umsatzeinbußen folgten.

Jede Schließwoche kostet dem Handel etwa eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Für den Monat April wird nun ein Nettoumsatz von 3,6 Mrd. Euro erwartet, um 1,6 Mrd. Euro weniger als im April 2019. Das Gesamtjahr 2020 werde für den Einzelhandel mit einem Minus enden. Buchmüller hofft aber, dass es nicht allzu hoch wird und man mit einem blauen Auge davonkomme.

Quelle: APA

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