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Britische Wettbewerbshüter prüfen Novomatic-Zukauf

Die britischen Wettbewerbshüter nehmen einen rund 146 Mio. Euro schweren Zukauf des niederösterreichischen Glücksspielkonzerns Novomatic genauer unter die Lupe. Die Behörde CMA hat Wettbewerbsbedenken und könnte daher eine tiefergehende Phase-2-Überprüfung einleiten. Es geht um die im Sommer bekanntgegebene Akquisition des Glücksspielbetreibers Talarius von der Tatts Group.

Britische Wettbewerbshüter prüfen Novomatic-Zukauf SN/APA/HANS PUNZ
Wettbewerbsbedenken um Akquisition des Glücksspielbetreibers Talarius.

Talarius betreibt in Großbritannien unter der Marke Quicksilver 169 Spielstätten mit etwa 7.500 Automaten und setzte zuletzt (2015) mit knapp 1.000 Mitarbeitern 65,5 Mio. Pfund (72,74 Mio. Euro) um. Mit dem Merger würde Novomatic der größter Spielstätten-Betreiber im Segment "Adult Gaming Centers" in Großbritannien.

Der niederösterreichische Konzern ist auf der Insel bereits mit Admiral und Noble vertreten. Zusammen mit den Talarius-Spielhallen käme Novomatic auf 264 Adult-Gaming-Standorte.

Möglicherweise schwäche das den Wettbewerb in fünf Regionen Großbritanniens, meinen die Wettbewerbshüter laut einer Mitteilung. Die CMA denkt daher eine tiefergehende Überprüfung des Deals an - es sei denn, Novomatic kann die Bedenken bis Ende der Woche (4. November) ausräumen. Eine Phase-2-Überprüfung dauert zwischen sechs und acht Monate lang.

Quelle: APA

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