Nun soll eine "interministerielle Arbeitsgruppe" eine Projektliste für den Infrastrukturbereich erstellen, so Bures. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) lobte Chile als "open minded economy", etwas kritischere Worte kamen von Arbeiterkammer-Direktor Werner Muhm.
Es seien bereits einige Firmen sehr stark in Chile präsent, erklärte Bures und nannte als Beispiele unter anderen Kapsch (Elektronische Mautsysteme), Siemens (Interesse an U-Bahnbau-Projekten in Santiago de Chile) oder Waagner Biro (Aufträge über Behelfsbrücken im Katastrophenfall).
Zudem seien in Bereichen wie dem Tunnelbau Konzerne wie die Strabag gut vertreten. Die Strabag sicherte sich heuer ein Tunnelbauprojekt in der größten Tagbaukupfermine der Welt mit einem Auftragsvolumen von 120 Mio. US-Dollar (92,56 Mio. Euro). Erst kürzlich erhielt der Konzern den Auftrag für einen Tunnelbau beim Wasserkraftwerk "Alto Maipo" (490 Mio. US-Dollar/377,97 Mio. Euro).
Gerade im Tunnelbau sind aber auch andere, kleinere Firmen in Chile aktiv, erinnerte die Ministerin. Wirtschaftsminister Mitterlehner ergänzte, dass beispielsweise 40 Prozent der Projekte im Bereich Wasserkraft von der steirischen Firma Andritz abgedeckt würden.
Der Minister verwies aber auch darauf, dass Chile bezüglich des eigenen "Brandings" deutliche Fortschritte gemacht habe. So wurde ein besonderer Wert daraufgelegt, vor dem im Jänner angesetzten EU-CELAC-Gipfel in Santiago die Außenwahrnehmung des Landes zu koordinieren.
