Wirtschaft

Constantia-Kleinaktionäre bekommen 50 Mio. Euro mehr

Neun Jahre nach dem Verkauf des Verpackungskonzerns Constantia Packaging und zahlreichen Rechtsstreitigkeiten erhalten die Minderheitsaktionäre insgesamt eine Zuzahlung von 50,1 Mio. Euro. Es handelt sich laut der betroffenen Cube-Invest um die höchste Zuzahlung, die in Österreich in einem solchen Verfahren jemals zugesprochen wurde.

"Zusätzlich zum ursprünglichen Abfindungspreis von 47 Euro je Aktie werden die ehemaligen Aktionäre eine Zuzahlung von 35,08 Euro je Aktie erhalten", so Cube Invest-Chef Alexander Proschofsky. "Leider ist es immer noch gängige Praxis, dass Aktionäre viel zu günstig aus den Unternehmen gedrängt werden", so Proschofsky.

Zur Historie: Die Tochter des Industriellen Herbert Turnauer, Christine de Castelbajac, musste im Zuge des Immofinanz-Desasters die Constantia Packaging verkaufen. 2009 ging der Verpackungsriese an den zu JP Morgan gehörenden Finanzinvestor One Equity Partners (OEP). Dieser bot im Zuge des Gesellschafterausschlusses (Squeeze-out) dem verbleibenden Streubesitz eine Barabfindung von 47 Euro je Aktie an - was sich nun als zu wenig herausstellte.

Quelle: APA

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