Wirtschaft

Coronakrise - Stellenabbau bei Gorenje auch in Österreich

Der Stellenabbau beim slowenischen Haushaltsgerätehersteller Gorenje wegen der Coronapandemie trifft auch Gorenje Austria. Jobkürzungen werde es auch in allen Vertriebsgesellschaften in Europa geben, so dass die gesamte Hisense Europe Gruppe erfasst werde, teilte Gorenje am Donnerstag mit. Was das konkret für die österreichische Tochter bedeutet wurde vorerst nicht erklärt.

"Wir können noch keine konkreten Informationen für die einzelnen Vertriebsgesellschaften geben", hieß es von Gorenje auf APA-Anfrage. Beim Jobabbau sollen in erster Linie sogenannte "weiche Methoden" angewendet werden, darunter Desinvestieren von Nicht-Kerngeschäft, Outsourcing, Pensionierungen und unter anderem einvernehmliche Absprachen mit Beschäftigten, teilte Gorenje in der Aussendung mit.

Wie viele Jobs in der gesamten Hisense Europe Gruppe wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie wegfallen werden, wurde in der Mittelung nicht angegeben. Das slowenische Fernsehen berichtete zuvor über den Abbau von insgesamt 2.200 Jobs, davon rund 1.000 Stellen in Slowenien und der Rest im Ausland. Gorenje bestätigte in der Mitteilung, dass rund 700 Jobs in der Produktion und 300 in der Verwaltung (Vertrieb, Marketing, Rechts- und Finanzdienst, Buchhaltung), die seit dem Vorjahr in der slowenischen Gesellschaft Hisense Gorenje Europe gebündelt ist, gestrichen werden.

Gorenje verzeichnete wegen der Coronakrise einen starken Einbruch der Nachfrage, hieß es weiter. In den drei Werken, im slowenischen Velenje, in Serbien und in Tschechien, gingen im März die Aufträge im Jahresvergleich um ein Drittel zurück, im April um zwei Drittel. Für Mai und Juni gibt es unterdessen um ein Viertel weniger Aufträge als in der gleichen Vorjahresperiode, so Gorenje.

Quelle: APA

Aufgerufen am 22.09.2020 um 02:37 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/coronakrise-stellenabbau-bei-gorenje-auch-in-oesterreich-86636734

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