Österreich

Das harte Geschäft mit dem Tod

Die Holzindustrie Moser ist Österreichs größter Sarghersteller. Gab es vor Jahrzehnten noch 15 Anbieter, sind es heute nur noch zwei. Wie sich das Unternehmen im Lungau erfolgreich halten konnte. Bald wird der 60. Geburtstag gefeiert.

Österreichs größte Sargfabrik, die Moser Holzindustrie in St. Michael im Lungau, feiert 2017 ihr 60-Jahre-Jubiläum, im Bild Firmenchef Reinhard Moser Mai 2017 SN/gerald stoiber
Österreichs größte Sargfabrik, die Moser Holzindustrie in St. Michael im Lungau, feiert 2017 ihr 60-Jahre-Jubiläum, im Bild Firmenchef Reinhard Moser Mai 2017

Österreichs größte Sargfabrik liegt in der Einschicht, idyllisch am Fuße des Katschberges im Ortsteil Unterweißburg in St. Michael im Lungau. An der Einfahrt zur Moser Holzindustrie prangt das Firmenmotto: "Jeder Traum hat ein Ende. Nur die Liebe bleibt." Das entspricht dem betont seriösen Umgang mit dem Tod, wie er der gesamten Bestattungsbranche eigen ist. Firmenchef Reinhard Moser sagt: "Der Tod gehört zum Leben." Allein wenn man Fernsehen und Zeitungen verfolge, sei das klar. Dennoch schieben viele Menschen das Thema möglichst weit von sich weg. Der Spruch steht auch auf den Lastwagen des Sargerzeugers, mit denen die Produkte - es sind mehr als 1000 Varianten im Programm - ausgeliefert werden. Das hat auch mit der Motorsportbegeisterung von Firmenchef Moser zu tun. "Die Textzeile stammt aus jener Melodie, die auf dem Begräbnis des tödlich verunglückten Formel-1-Weltmeisters Jochen Rindt 1970 gespielt wurde", erzählt der 65-Jährige.

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