Wirtschaft

Die Maske kommt mit in den Pfingsturlaub

Hotels dürfen Ende Mai wieder aufsperren. Aber tun sie es auch?

Der Kofferinhalt wird heuer ein wenig anders aussehen als sonst. SN/stockadobe.com
Der Kofferinhalt wird heuer ein wenig anders aussehen als sonst.

Keine Salzstreuer stehen auf dem Tisch, an dem maximal vier Erwachsene Platz nehmen dürfen. Das Personal trägt Masken oder Gesichtsschutz, ebenso der Gast, wenn er den Sitzplatz verlässt: Die Bedingungen, unter der Wirte ab Mitte Mai aufsperren dürfen, sind seit Dienstag klarer. Hotels, Pensionen und Ferienhäuser dürfen ab 29. Mai wieder aufsperren. Welche Regeln hier gelten, ist offen. "Wir gehen davon aus, dass es in Hotelrestaurants keine großen Abweichungen zu den Regeln der Gastronomie geben wird", sagt Tourismus-Branchenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher. Die Branche freue sich, dass es nun einen Termin geben. Von den Details und von der Frage der Grenzöffnung werde aber abhängigen, wie viele Betriebe tatsächlich Ende Mai aufsperren. "Der Juni ist ein ruhiger Monat. Viele werden also erst im Juli aufsperre. Und einige werden es erst im Winter wieder tun." Wann ihr Hotel, der Brückenwirt in St. Johann, wieder Gäste empfängt, hat sie noch nicht entscheiden. "Wir sperren sicher auf, aber vielleicht nicht Ende Mai." Aufsperren sei erst einmal mit Verlusten verbunden, Stornierungen ihrer Gäste reichten bis weit in den Sommer.

Auf einer neuen Webseite der Wirtschaftskammer sollen Detailfragen nach und nach beantwortet werden. Gestartet wird am Mittwoch mit Infos zur Gastronomie. Antworten zum Tourismus sollen ab Ende der Woche folgen - sobald die Regierung entschieden hat.

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer, rechnet damit, dass ein eingeschränktes Frühstücksbuffet möglich sein wird: etwa mit Orangensaft in Fläschchen zum Mitnehmen oder Käse auf Tellern portioniert. Offen ist, wie die Maskenfrage in Hotels gelöst wird. Kraus-Winkler hofft auf Empfehlungen statt Verordnungen. "Gäste werden Masken brauchen. Es soll sich aber noch nach Urlaub anfühlen, bei größtmöglicher Sicherheit." Die Branche steht vor einem schwierigen Spagat: Man will Gästen Entspannung bieten, aber keinesfalls am "Fall Ischgl" anstreifen und sich vorwerfen lassen, Profit vor Gesundheit zu stellen.

Die coronabedingten Schließungen haben im März jedenfalls für ein sattes Minus von 59 Prozent bei den Nächtigungen gesorgt und die bis dahin gute Winterbilanz im Tourismus verhagelt, zeigen Daten der Statistik Austria. Gab es bis Februar noch ein Plus von sieben Prozent, steht am Ende der Saison nun ein Minus von 8,1 Prozent.


Gastronomie darf ab Mitte Mai öffnen

Ernst Pühringer, Betreiber des Gasthofs Hölle in Salzburg, hat gerade die Handwerker im Haus. Er nutzt die Zeit, um Wände neu zu streichen oder Tische renovieren zu lassen. Mit der Lösung für die Gastronomie ist der Salzburger Wirtesprecher zufrieden. Dass Gäste vorab reservieren sollen, sei zumutbar. "Das ist in anderen Ländern längst üblich." Zudem handelt es sich um eine Empfehlung. Kommen Gäste spontan und ist Platz im Gasthaus, dürfen Tische auch so vergeben werden.
"Im Rahmen der momentanen Möglichkeiten haben wir so ziemlich alles durchgebracht", sagt Pühringer. Die Öffnungszeiten bis 23 Uhr etwa, oder dass der Abstand zwischen den Gästen an verschiedenen Tischen einen Meter - und nicht mehr - betragen muss. Trotzdem werde das die Kapazitäten vieler Lokal um 50 Prozent mindern. Froh ist er auch, dass Mitarbeiter statt Schutzmasken auch "Face shields", also einen Gesichtsschutz mit transparenter Kunststoffscheibe, tragen dürfen - und Kellner den Gästen somit auch ein Lächeln schenken können.


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