Wirtschaft

Ein Funke Hoffnung für Wirte und Hotels: Kurz schließt Öffnung im März nicht mehr aus

Auch Wirte würden im Gegenzug Tests streng kontrollieren.

 SN/s-motive - stock.adobe.com

In der Tourismusbranche rumort es zuletzt gewaltig. Dass anders als Handel und Friseure die Hotels, Wirtshäuser und Restaurants weiter geschlossen bleiben und - wie die Regierung erst am Dienstag angekündigt hat - frühestens rund um Ostern auf erste Lockerungsschritte hoffen dürften, sorgte bei Betrieben wie Mitarbeitern für eine Welle der Entrüstung. Am Freitag sandte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach einem Gipfelgespräch mit Branchenvertretern ein winziges Signal der Hoffnung.

Eine Öffnung der Gastronomie noch im März sei nicht mehr ausgeschlossen, abhängig sei das freilich vom Infektionsgeschehen. Die Regierung werde wie angekündigt am 1. März erneut mit Experten und den Ländern über Öffnungsschritte beraten und diese "dann hoffentlich noch im März umsetzen", so Kurz. In den Bereich des Möglichen sei eine "vielleicht frühere Öffnung" gerückt, weil die Wirte nun nicht mehr gegen Eintrittstest seien. "Das Blatt hat sich gewendet", alle Branchenvertreter seien nun für das System der Eintrittstestungen, sagte Kurz.

Eine berechtigte Hoffnung schon Mitte März aufsperren zu können, sieht damit Gastronomie-Sprecher Mario Pulker. Alle in der Branche seien bereit, Eintrittstests streng zu kontrollieren und anderenfalls scharfe Strafen zu akzeptieren. "Wirte könnten zum Gamechanger werden, 83 Prozent unserer Gäste würden sich testen lassen, um ins Wirtshaus gehen zu können."

Weniger euphorisch ist man in der Hotellerie. Zumindest eine "kleine Chance" sieht Hotellerie-Obfrau Susanne Kraus-Winkler nach dem Gipfelgespräch mit dem Kanzler. Man habe vom zuständigen Gesundheitsministerium die Zusage erhalten, in den kommenden Tagen gemeinsam ein fertiges Konzept zu erarbeiten, mit welchen Vorgaben und Teststrategien man gegebenenfalls öffnen könnte. "Falls am 1. März eine mögliche Öffnung beschlossen wird, könnte man dann gleich eine Verordnung vorlegen und müsste nicht wieder tagelang über Details verhandeln", sagt sie. Die Hotellerie brauche eine Öffnung noch vor Ostern. "Wir können nicht ohne Vorbereitung in eine Hochsaison starten."

Noch skeptischer ist Salzburgs ÖHV-Chef Walter Veit. "Man will uns wohl weiter Hinauströsten. Teststrategien legen wir seit Wochen vor." Zumindest aber habe das Gespräch "Wertschätzung gegenüber der Branche" signalisiert.

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