Wirtschaft

Ein Zwerg zeigt's den Riesen

Nach langem Zögern will die Europäische Union die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Nord- und Südamerika verringern. Das kleine Agrarland Österreich spielt dabei schon jetzt eine zentrale Rolle.

Die Anbauflächen für gentechnikfreies Soja wurden in den vergangenen Jahren, ausgehend von Österreich, im Donauraum stark vergrößert. SN/stock.adobe.com
Die Anbauflächen für gentechnikfreies Soja wurden in den vergangenen Jahren, ausgehend von Österreich, im Donauraum stark vergrößert.

Die Bauern in der Europäischen Union produzieren zwar in vielen Bereichen Überschüsse, aber sie müssen jährlich rund 33 Millionen Tonnen Soja und Sojaschrot, hochwertige Eiweißfuttermittel, aus Nord- und Südamerika importieren, um ihre Schweine und Hühner zu füttern. Nach langem Zögern will nun die Europäische Union die Eiweißlücke, wie sie im Fachjargon genannt wird, und damit die Importabhängigkeit deutlich verringern - auch wenn man sie nicht völlig beseitigen kann. Zudem will man der Abholzung des Regenwalds in Südamerika nicht länger Vorschub leisten.

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