Wirtschaft

Energie AG startet neuen Anlauf für Kraftwerk in Ebensee

Die Energie AG (EAG) Oberösterreich will ihr schon lange geplantes Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee so rasch wie möglich bauen. Die Genehmigungen liegen bereits vor, allerdings fehlen von den 250 Mio. Euro, die das Projekt kosten soll, noch 60 Mio. Euro. Diese hofft man u.a. vom Bund zu bekommen, berichteten die "Oö. Nachrichten" (OÖN) in ihrer Donnerstag-Ausgabe.

Um die ungleichmäßige Stromgewinnung aus Sonne und Wind ausgleichen zu können, braucht man Speicher - etwa in Form von Pumpspeicherkraftwerken. "Ziehen wir die Energiewende ohne sie durch, ist das ein riskantes Unterfangen", so EAG-Generaldirektor Werner Steinecker. Wirtschaftlich wäre das theoretisch attraktiv, wenn man zu Tageszeiten mit niedrigem Strompreis Wasser nach oben pumpt und zu Zeiten mit hohem Preis durch die Turbinen laufen lässt. Praktisch ist die Preisdifferenz derzeit aber so gering, dass sich solche Projekte nicht rechnen.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) will eine Unterstützung für Speicherkraftwerke in das neue Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energie hineinverhandeln. "Sinnvoll wäre eine gemischte Förderung für diese Kraftwerke. Zum einen eine Investitionsförderung durch Zuschüsse des Bundes. Zum anderen ein Beitrag der Endkunden über ein Umlagesystem", sagte er den OÖN. Einigt man sich auf eine entsprechende Finanzierung, würden davon auch die anderen zum Teil baufertigen Projekte profitierten, heißt es in dem Artikel. Denn neben dem EAG-Kraftwerk in Ebensee sind in bzw. rund um Oberösterreich noch ein ähnliches Projekt der Baufirma Bernegger in Molln und eines des Verbundes in Riedl an der Donau in der Pipeline.

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