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Ernährungstrends: Sag mir, was du isst . . .

Kein Fleisch, keine Laktose oder nur Obst, das vom Baum gefallen ist - es gibt zahlreiche Varianten, sich zu ernähren.

Es gibt viele Alternativen zum Steak auf dem Teller.  SN/APA/dpa/Andreas Arnold
Es gibt viele Alternativen zum Steak auf dem Teller.

Abnehmen, bewusst leben, die Umwelt schonen und Ablehnug der Massentierhaltung: Es gibt viele Gründe, sich bewusst zu ernähren. Einige alternative Ernährungsformen im Überblick:

Vegetarier:Sie ernähren sich von pflanzlichen Lebensmitteln und Produkten, die vom lebenden Tier stammen wie beispielsweise Milch oder Honig. Allerdings gibt es auch hier zahlreiche Facetten. So verzichten Ovo-Lakto-Vegetarier auf Fleisch und Fisch, essen aber Eier und trinken Milch oder verzehren Produkte, die diese enthalten. Es ist die bei uns am weitest verbreitete vegetarische Ernährungsform. Der Anteil liegt in Österreich laut einer Gfk-Umfrage aus dem Jahr 2016 bei drei Prozent. Viele machten aber beim Konsum von Gelatine eine Ausnahme. Lacto-Vegetarier essen zwar Milchprodukte, aber keine Eier. Außerdem gibt es noch Ovo-Vegetarier: Sie verzichten auf Milch, essen dafür aber Eier. Ihr Anteil liegt bei etwa einem Prozent.

Veganer: Sie verzichten auf alle Lebensmittel tierischen Ursprungs, darunter auch Milch und Honig. Sie vermeiden zumeist auch insgesamt die Nutzung tierischer Produkten wie beispielsweise Leder oder Wolle. Auch ihr Anteil liegt in Österreich bei etwa einem Prozent.

Flexitarier: Sie essen Fleisch oder Fisch - aber nur sehr selten. Laut Duden ist ein Flexitarier eine "Person, die sich überwiegend vegetarisch ernährt, aber auch gelegentlich hochwertiges, biologisch produziertes Fleisch zu sich nimmt".

Sie selbst bezeichnen sich auch als "Teilzeit-Vegetarier" oder "Wochenend-Vegetarier". Immerhin 16 Prozent der Österreicher erklärten bei der GfK-Umfrage "Flexetarier" zu sein.


Pescetarier: Sie essen kein Fleisch, dafür aber Fisch und Meeresfrüchte. Der Name leitet sich vom italienischen Wort für Fisch (pesce) ab.

Freeganer: Sie werden auch "Mülltaucher" genannt, weil sie ihr Essen aus dem Müll holen - und zwar aus Containern von Supermärkten. Das tun sie nicht aus Geldnot, sondern aus Protest gegen die Entsorgungspraxis im Einzelhandel. Mitunter werden die gefundenen Lebensmittel, die noch gut essbar sind, auch bei öffentlichen Aktionen verkocht und verteilt.

Frutarier: Sie essen nur pflanzliche Produkte, die bei der Ernte nicht beschädigt werden - wie Obst, Nüsse oder Samen. Radikale Vertreter essen überhaupt nur Obst, das auf natürliche Weise von den Bäumen gefallen ist. Der Hintergrund: Sie wollen der Natur keinen Schaden zufügen.


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