Österreich

Erster Einkaufssamstag: Handel zieht positive Zwischenbilanz

Am Samstag ist der offizielle Startschuss für das heurige Weihnachtsgeschäft gefallen. Die Österreicher waren kauffreudig wie schon lange nicht.

Erster Einkaufssamstag: Handel zieht positive Zwischenbilanz SN/bilderbox
Symbolbild.

Der Handel darf sich auf ein dickes Weihnachtsgeschäft freuen: Die Österreicher dürfte für Geschenke heuer tiefer in die Tasche greifen als in den vergangenen Jahren. Am ersten Adventsamstag herrschte in den Geschäfte und Einkaufszentren im ganzen Land Hochbetrieb. Es winkt im Dezember ein nominelles Plus von 2 bis 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es wurden gute Frequenzen beobachtet und bereits kräftig eingekauft. "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Käufer und bloßen ,Schauer' ein solches Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert haben", sagt Roman Seeliger von der Wirtschaftskammer.

Wieso die Österreicher derart das Kauffieber gepackt hat? "Die Zinsen liegen unter der Inflationsrate. Sparen lohnt sich nicht", sagt Seeliger. Zudem hätten wegen der Steuerreform die Bürger mehr Euro für Geschenke übrig. Besonders gefragt waren laut der Wirtschaftskammer am ersten Einkaufssamstag Elektrogeräte und Spiele. Winterkleidung sei hingegen noch ein Ladenhüter gewesen. Seeliger: "Dafür fehlen einfach noch die kühlen Temperaturen." Geschätzt sollen heuer Packerl im Wert von 1,95 Milliarden Euro unterm Baum liegen.

Was das Christkind bringen soll

Zu Weihnachten wünschen sich Frauen und Männer in Österreich am häufigsten Gutscheine (30 Prozent), Reisen und Bargeld (jeweils 28 Prozent). Bücher (22 Prozent), Erlebnisse und Ausflüge (18 Prozent) sowie Bekleidung, Schuhe und Accessoires (18 Prozent) machen ebenfalls vielen Empfängern Freude, hat eine Umfrage des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens ergeben.
40 Prozent der Befragten möchten heuer drei bis fünf Geschenke machen, 30 Prozent sechs bis zehn. 13 Prozent planen, mehr als 400 Euro auszugeben. Knapp ein Viertel investiert mehr als 300 Euro und mehr als ein Drittel bis zu 150 Euro. 78 Prozent gehen laut diesen Daten auch virtuell einkaufen, und wer im Netz kauft, werde mehr als die Hälfte seiner Weihnachtseinkäufe dort erledigen.
Mehr als die Hälfte surft mit dem Notebook Präsenten hinterher, 44 Prozent der Online-Käufer nutzen Desktop-Computer. Knapp die Hälfte verwendet auch mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone. Die Online-Shopper kaufen laut der Erhebung mit durchschnittlich sieben Geschenken um eines mehr ein als Konsumenten, die Weihnachtsgaben nicht im Internet suchen.


Quelle: SN-Kli, Apa

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