Österreich

Finanz verlangt für gestohlenes Geld Steuernachzahlung

Das Finanzamt kennt auch bei gestohlenem Geld kein Pardon und verlangt dafür eine Steuernachzahlung. Selbst eine spätere Rückzahlung der entwendeten Mittel senkt die Steuerlast nicht, hat das Bundesfinanzgericht entschieden. In dem Fall, mit dem sich das Gericht befasst hat, ging es um eine Angestellte, die Mittel aus der Handkasse ihres Arbeitgebers entnommen hat.

Finanz verlangt für gestohlenes Geld Steuernachzahlung. SN/APA (dpa)/Armin Weigel
Finanz verlangt für gestohlenes Geld Steuernachzahlung.

Zudem veranlasste sie ihren Chef unter Vortäuschung betrieblicher Erfordernisse zur Überweisung von Geld an ihren damaligen Lebensgefährten. Der Gesamtschaden des Dienstgebers betrug letztlich dem Zeitungsbericht zufolge mehr als 66.000 Euro.

Das Ganze flog auf, hatte ein zivil- und strafrechtliches Nachspiel und jetzt auch noch steuerliche Folgen. Das zuständige Finanzamt interessierte sich für den Fall und beschied eine Steuerpflicht für die unrechtmäßig bezogenen Summen samt Zinsen. Die betroffene Frau wehrte sich dagegen, blitzte jedoch beim Bundesfinanzgericht ab.

Laut Gericht wurden die zwischen 2007 und 2009 entwendeten Gelder vom Finanzamt zu Recht der Besteuerung unterzogen. Eine Revision an den Verwaltungsgerichtshof wurde für unzulässig erklärt.

Quelle: APA

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