Flexibler und billiger arbeiten

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Standpunkt Karin Zauner

Aus bisherigen Überstunden werden zuschlagsfreie Stunden. Die Gegner der Arbeitszeitflexibilisierung, die die Möglichkeit vorsieht, künftig Zwölf-Stunden-Tage zu absolvieren, hatten "Lohnraub" vorausgesagt.

Industrie, Wirtschaft und
Regierung taten dies als hysterische Panikmache ab. Zu Unrecht. Denn wenige Wochen vor Inkrafttreten des Zwölf-Stunden-Tages in Österreich wurde der Fall eines Handelsunternehmens in Österreich bekannt. Es legte seine Karten offen, indem es den Mitarbeitern in neuen Verträgen erklärt, dass es Überstunden und Mehrstunden, die innerhalb von zwölf Arbeitsstunden am Tag anfallen, künftig nicht mehr bezahlen will.

Das Unternehmen nutzt neue Chancen, die ihm die Politik
eröffnet hat.

Eine Schneeflocke macht noch keinen tiefen Winter. Doch der Fall zeigt, was ein schlampig gemachtes, im Eilverfahren ohne übliche Begutachtung durchgepeitschtes Gesetz bewirkt. Es wird für manche Arbeitnehmer künftig kälter.

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