Österreich

FMA genehmigt Umwandlung der "Bad-Bank" KA Finanz AG

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat heute die Umwandlung der bisher als Kommunalkredit-"Bad-Bank" fungierenden KA Finanz AG (KF) in eine Abbaugesellschaft genehmigt. Die Bankkonzession ist somit erloschen. Damit trete nach Heta und Immigon die Abwicklung der dritten österreichischen Krisenbank in die finale Phase, teilte die FMA am Mittwoch mit.

"Die Fortführung der KF als Abbaugesellschaft ermöglicht es, eine effiziente und kostengünstigere Struktur im veränderten regulatorischen Umfeld zu schaffen", teilte die KA Finanz AG (KF) dazu in einer eigenen Presseaussendung mit.

Mit der Umwandlung in eine Abbaugesellschaft strebt die KF nun auch eine Verkürzung des Abbauhorizonts für das Portfolio an. Statt bisher bis zum Jahr 2040 sei man jetzt bestrebt, den vollständigen Abbau bereits innerhalb von rund zehn Jahren zu erreichen, kündigte KF-Vorstandschef Helmut Urban an.

Die Refinanzierung sei bereits umgestellt, sie erfolge durch die mit der im Alleineigentum der Republik Österreich stehenden Abbaumanagementgesellschaft des Bundes (ABBAG).

Bestehende Anleihen, Schuldscheindarlehen und Privatplatzierungen der KF werden weiterhin bedient und bei Fälligkeit zum vollen Nominale getilgt. Im Unterschied zu einer Abwicklung nach dem Bankensanierungsgesetz (BaSAG) komme es jetzt zu keiner Gläubigerbeteiligung (Bail-in) mehr. Das Institut werde weiterhin von der FMA beaufsichtigt.

Die KA Finanz AG ging 2009 durch Spaltung aus der vom Staat aufgefangenen Krisenbank Kommunalkredit Austria AG hervor und hat entsprechend dem von der Europäischen Kommission genehmigten Restrukturierungsplan den strukturierten Abbau des nicht strategischen Darlehens-, Wertpapier und CDS-Portfolios abzuwickeln.

Da die verbliebene Kommunalkredit Austria AG inzwischen verkauft werden konnte und angesichts der Fortschritte beim Portfolioabbau sowie der Verkürzung des Abbauhorizontes auf zehn Jahre, wurde die Umwandlung in eine reine Abbaugesellschaft genehmigt, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führe, so die FMA.  

Damit trete nach den enormen Fortschritten bei der Abwicklung der Heta Asset Management, der Abbaugesellschaft der Hypo Alpe Adria Gruppe, sowie der erfolgreichen privatwirtschaftlichen Abwicklung der Immigon, der ehemaligen ÖVAG AG, nun auch die geordnete Abwicklung der dritten österreichischen Bank, die im Zuge der globalen Finanzkrise in existenzielle Schwierigkeiten geraten ist, in die finale Phase.

"Wie die drei Fälle zeigen, erweist sich die Betrauung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) auch mit der Funktion als nationale Abwicklungsbehörde als effiziente und effektive Lösung", so deren Vorstand, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. Die zur Verfügung gestellten Abwicklungsinstrumentarien ermöglichten maßgeschneiderte Lösungen, um gescheiterte Banken geordnet und ohne Erschütterung der Finanzmarktstabilität aus dem Markt zu nehmen.

Quelle: APA

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