Österreich

Foglar will "Generalvereinbarung" für 1.700 Euro Mindestlohn

ÖGB-Präsident Erich Foglar will per Generalvereinbarung mit der Wirtschaft einen Mindestlohn von 1.700 Euro erreichen. 2007 haben die Sozialpartner eine Generalvereinbarung für 1.000 Euro Mindestlohn geschlossen. "Ich denke, es ist jetzt wieder Zeit für einen solchen Schritt, um 1.700 Euro für alle zu erreichen", erklärt Foglar in einem Interview für die Samstag-Ausgabe des "Standard".

ÖGB-Präsident Erich Foglar.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Im Unterschied zu einem Generalkollektivvertrag für alle Branchen, der sofort wirken würde, heißt eine Generalvereinbarung: "Wir ersuchen alle Branchen, dieses Problem prioritär zu behandeln und das Ziel in einer vereinbarten Zeit von zwei oder drei Jahren zu erreichen."

Der ÖGB-Präsident ist auch zuversichtlich, dass die Wirtschaftskammer dazu bereit wäre. "Bis auf ein, zwei ganz wenige Bereiche wurden Verhandlungen noch nie abgelehnt. Wir werden unsere Forderungen gut begründen." Derzeit gibt es noch rund 400.000 Menschen, die weniger als 1.700 Euro im Monat verdienen, und davon noch 300.000, die unter 1.500 Euro brutto liegen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 15.11.2018 um 03:47 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/foglar-will-generalvereinbarung-fuer-1-700-euro-mindestlohn-582424

Schlagzeilen