Österreich

FPÖ kritisiert Verzögerung bei "Skill-Matching"-Börse

Die FPÖ kritisiert massive Verzögerungen bei der geplanten "Skill-Matching"-Jobplattform des Arbeitsmarktservice (AMS). Angekündigt wurde das Projekt erstmals im September 2014 und die von IBM entwickelte Plattform sollte spätestens im Juli 2016 online gehen. Der Start ist nun aber frühestens 2018 geplant, schreibt der Kurier. Das AMS selbst will keinen genauen Termin nennen.

Man ist ein halbes Jahr überfällig.  SN/APA (Symbolbild)/HERBERT NEUBAUE
Man ist ein halbes Jahr überfällig.

Es gehe vor allem darum, "dass der neue digitale Zugang, der bereits vor über zwei Jahren angekündigt wurde, ein wichtiges Tool wäre, um Arbeitslosen bessere Chancen auf den beruflichen Wiedereinstieg zu eröffnen", so FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl am Freitag. Es gehe "nicht nur um Steuergeld".

Auf der neuen Job-Plattform sollen künftig Arbeitssuchende und Unternehmen nach Fähigkeiten und Qualifikationen ("Skills") suchen können, anstatt aktuell nach mehr als 14.000 Berufen. Der IT-Outsourcing-Partner IBM müsste nach "Kurier"-Angaben laut Vertrag mit dem AMS ab Jänner 2017 eine Pönale von 150.000 Euro pro Werktag zahlen, solange die Plattform nicht fertiggestellt ist.

"Es stimmt, IBM ist im Verzug und hat bisher noch keine fehlerfrei funktionierende Version liefern können", sagte AMS-Sprecherin Beate Sprenger der Zeitung. Es stehe bis dato noch nicht fest, wann mit einer Fertigstellung zu rechnen sei. Das AMS hatte in der Vergangenheit mehrfach mit IT-Problemen zu kämpfen. IBM erhielt im Jahr 2011 den Zuschlag für die Betreuung und Weiterentwicklung der AMS-IT in Höhe von 173 Mio. Euro. Die Mindestbindefrist des Arbeitsmarktservice an den IT-Partner IBM endet im September 2017.

Quelle: APA

Aufgerufen am 23.09.2018 um 12:58 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/fpoe-kritisiert-verzoegerung-bei-skill-matching-boerse-489145

Schlagzeilen