Wirtschaft

FSG ruft Regierung zu Flexibilität bei 6. Urlaubswoche auf

Rainer Wimmer, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), fordert von der Bundesregierung mehr Flexibilität bei der sechsten Urlaubswoche. Unterstützt wird er dabei vom Tiroler AK- Präsident Erwin Zangerl, der daran erinnert, dass schon Karenzen reichen, um nicht mehr die sechste Woche zu erreichen.

"Die Wirtschaft und die Regierung verlangt immer mehr Flexibilität von den Beschäftigten. Es wäre zu begrüßen, wenn man sich im Gegenzug bei der Ausweitung des Urlaubsanspruchs ebenso flexibel zeigen könnte", so Wimmer. Er verweist darauf, dass die Arbeitnehmer durch die ständige Erreichbarkeit "auch abseits der offiziellen Dienstzeiten viel für die Unternehmen leisten". Darüber hinaus seien im Vorjahr 250 Millionen Überstunden geleistet worden, von denen rund ein Fünftel nicht bezahlt worden seien.

Zangerl verwies in einer Aussendung darauf, dass die sechste Urlaubswoche seit 1984 Gesetzesrang hat. "Aber viele Arbeitnehmer erreichen sie nie: Frauen, die für ihre Kinder in Karenz gingen, Arbeitnehmer in Branchen, in denen kurze Arbeitsverhältnisse überwiegen -wie etwa Leiharbeitnehmer - oder Facharbeiter, die im Zuge einer Insolvenz ihre Arbeit verloren haben" gibt Zangerl zu bedenken.

Derzeit bekommen Beschäftigte erst mit einer Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren, bzw. ab dem 26. anrechenbaren Arbeitsjahr, eine sechste Urlaubswoche. Im öffentlichen Dienst gebührt hingegen eine sechste Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr. Hier war das System vom Dienstalter auf das Lebensalter umgestellt worden.

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