Wirtschaft

Gastronomie: So wird der Lokalbesuch künftig aussehen

Ab 15. Mai dürfen Betriebe in der Gastronomie wieder öffnen. Hotels und Pensionen folgen Ende Mai. Die Bundesregierung hat dazu am Dienstag genaue Regeln bekannt gegeben.

Für Mitarbeiter in Gastro-Betrieben gilt mit der Öffnung am 15. Mai Masken-Pflicht. SN/APA/AFP/MAHMUD HAMS
Für Mitarbeiter in Gastro-Betrieben gilt mit der Öffnung am 15. Mai Masken-Pflicht.

Die derzeit auf Zustellung und Abholung beschränkte Gastronomie darf ab Mitte Mai wieder Gäste vor Ort empfangen und bewirten. "Mit dem heute fixierten Öffnungstermin für die heimischen Gastronomiebetriebe am 15. Mai hat die Regierung einen wichtigen Schritt für die Branche, aber auch für alle Österreicherinnen und Österreicher in Richtung Normalität gesetzt", erklärte Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die ausgearbeiteten Regeln und Vorgaben für die Mitarbeiter beinhalten unter anderem das Tragen von Mundschutz. Schankbetrieb an der Theke gibt es vorerst keinen.

Für die Gäste ist das Tragen von Masken nur außerhalb des Tisches vorgesehen. Auch die Anzahl der Personen pro Tisch ist beschränkt. Es gilt: Vier Erwachsene pro Tisch inklusive Kinder. Das gemeinsame Verwenden von Gegenständen am Tisch wie Salzstreuer und Brotkorb ist ebenfalls untersagt. Die Öffnungszeiten werden auf 6.00 bis 23.00 Uhr beschränkt.

"Es gibt keine freie Sitzplatzwahl", betonte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Dienstagvormittag. Tische seien im Voraus zu reservieren, wobei die Ministerin auf Nachfrage von einer "Empfehlung" und keiner "Reservierungspflicht" sprach. Ein vorheriger Anruf erleichtere den Gastronomen die Planung. Größere Familienfeiern werden "so nicht möglich sein", auch Gruppenreservierungen für mehrere Tische dürfen nicht angenommen werden, sagte Köstinger.

Hotels nehmen Betrieb Ende Mai wieder auf

Auch die Hotellerie hat nun mit dem 29. Mai auch einen fixen Anhaltspunkt der Politik erhalten. Das Hochfahren der Betriebe ist für die Branchen, die durch die Krise eine Hohe Zahl an Arbeitslosen gewonnen hat, ein erster wichtiger Schritt. Wirtschaftlich gesehen könne man aber nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. "Wir müssen gemeinsam mit der Politik einen Umgang finden mit den riesigen Löchern in den Bilanzen. Es geht um viele Arbeitsplätze", so Michaela Reitterer, Präsidentin der österreichischen Hoteliers-Vereinigung. Auch Klarheit zum weiteren Fahrplan zur Absicherung der Betriebe durch rasche Liquiditätszufuhr und steuerliche Maßnahmen sei erwünscht.

Quelle: SN

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