Wirtschaft

Gewerkschaft kritisiert Personalknappheit in Bäckereien

Die Bäckereien leiden wie alle Branchen unter der Coronakrise. Mitten in dieser Krise kommt nun herbe Kritik an den Wiener Bäckerei-Unternehmen durch die Produktionsgewerkschaft Pro-Ge. Die Betriebe würden zwar durchwegs die Kurzarbeit nützen und so Beschäftigung sichern, aber gleichzeitig werde deutlich zu wenig Personal in den Filialen eingesetzt. Damit erhöhe sich der Arbeitsdruck.

Kritik an Wiener Bäckereien SN/APA (dpa)/Rainer Jensen
Kritik an Wiener Bäckereien

Die so entstehende zusätzliche Arbeitsleistung werde den Beschäftigten meist nicht abgegolten, so die Arbeitnehmervertreter. Dies betreffe auch die zu kurz bemessene Vorbereitungszeit für die tägliche Verkaufsöffnung. "Wir haben Berichte von Betroffenen erhalten, die nun bis zu zwei Stunden lang allein die Verkaufsfilialen für die Öffnung vorbereiten. Manche sind so ab vier Uhr früh im Einsatz, ohne dafür auch bezahlt zu bekommen. Diese Gratis-Mehrarbeit kann sich im Monat schnell auf mehr als 20 Stunden summieren", kritisiert der Wiener PRO-GE-Landessekretär Toni Steinmetz.

Kurzarbeit darf nicht gleichzeitig zu einer Arbeitsverdichtung oder zur erzwungenen Gratis-Arbeit anderer Mitarbeiter führen, so der Gewerkschafter am Dienstag. "Wir fordern die Unternehmen auf, die Krise nicht zu nützen, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und Löhne zu drücken."

Quelle: APA

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