Wirtschaft

Große Fische zahlen nicht mit Bargeld

"Bargeld mit Verbrechensfinanzierung in Verbindung zu bringen ist Blödsinn", sagt der Chef der Münze Österreich. Was er von der geplanten Abschaffung des 500-Euro-Scheins hält und warum die Schweden auf digitales Geld setzen.

Der 500 Euro-Schein soll abgeschafft werden. SN/robert ratzer
Der 500 Euro-Schein soll abgeschafft werden.

Bargeld ist keineswegs eine aussterbende Zahlungsform, besagt eine aktuelle Studie im Auftrag der Münze Österreich. Warum das so ist, erklärt Münze-Generaldirektor Gerhard Starsich im SN-Gespräch.

Wie stark spüren Sie den Druck jener, die Bargeld abschaffen wollen? Gerhard Starsich: Es gibt zahlreiche Aktivitäten von Kreditkartengesellschaften in diese Richtung. Eine Zeit lang wurde behauptet, Bargeld sei ein überkommenes, schmutziges, altes Zahlungsmittel und nicht kosteneffizient. Das stimmt alles nicht, im Gegenteil. Bargeld ist das effizienteste Zahlungsmittel. Wenn ich Ihnen jetzt 10 Euro gebe, kostet das niemanden etwas. Wenn ich Ihnen elektronisch 10 Euro überweise, kostet das. Jemand muss ja das System betreiben.

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