Wirtschaft

Gute Konjunktur hebt Palfinger-Ergebnisse

 SN/wild & team

Der börsenotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger lässt die Coronapandemie mit kräftigen Steigerungen bei Ergebnis und Umsatz vorerst hinter sich, auch die Cyberattacke vom Jänner habe man "verdaut". Dem Weltmarktführer für Ladesysteme kommt der breite Wirtschaftsaufschwung nach dem Pandemiejahr 2020 zugute. Besonders in der Bau- und Forstwirtschaft sehe man steigende Nachfrage, sagt Palfinger-Chef Andreas Klauser. Das Unternehmen zeige in allen Regionen Rekordwerte beim Auftragseingang und auch -stand. Die "Auftragsbücher sichern uns eine gute Visibilität und Auslastung für das restliche Jahr", sagt Klauser. In fast allen Werken gebe es Vollauslastung, man fahre Sonderschichten.

Dank eines guten Produktmix liege auch die Profitabilität über jener des ersten Halbjahres 2019, dem bisher besten in der Geschichte des Unternehmens. Gegenüber den ersten sechs Monaten 2020 lag der Umsatz in der zurückliegenden Jahreshälfte um 21,1 Prozent höher, bei 884,1 Mill. Euro - knapp unter dem Rekordwert von 893,4 Mill. Euro im Vor-Corona-Jahr 2019. Das operative Ergebnis (Ebit) hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt - von 38,7 auf 93,2 Mill. Euro - und lag damit bereits über dem Wert von 2019, wie Finanzvorstand Felix Strohbichler sagt.

Auch beim Ebitda und beim Konzernergebnis konnte man die bisherigen Höchstmarken aus 2019 deutlich überbieten. Besonders stolz ist das Management darauf, dass es gelungen sei, den Schuldenstand deutlich zu drücken, zugleich wurde das Eigenkapital konstant hochgefahren. Ergebnis sei eine sehr gute Verschuldungsfähigkeit - die man kurzfristig aber nicht in Anspruch nehmen wolle.

Für das Gesamtjahr kündigt Klauser 1,75 Mrd. Euro Umsatz und ein Ebit von gut 150 Millionen Euro an. Grundstein dafür sei das "historisch hohe Investitionsvolumen von über 100 Millionen Euro", das Kapazitäten für weiteres Wachstum schaffen soll. Die mittelfristig angepeilten Ziele - Umsatz von 2,0 Mrd. Euro und durchschnittliche Ebit-Marge von zehn Prozent - will man bis 2024 erreichen.

Die Zeit der großen Zukäufe in neue Einsatzbereiche scheint bei Palfinger vorerst vorbei. Dafür gebe es laufend kleinere Akquisitionen im Kerngeschäft, sagt Klauser.

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