Wirtschaft

Handel hält Lebensmittelkennzeichnung für sinnvoll

Der Handel hält die von der Regierung geplante verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel im Handel und in der Gemeinschaftsverpflegung für sinnvoll und hat keine Vorbehalte. "Eine einheitliche Kennzeichnungspflicht ist auf jeden Fall sinnvoll, egal ob ein Konsument seine Lebensmittel im Handel, in der Kantine oder im Lokal bezieht", so Handelsverband-Chef Rainer Will.

Lebensmittel sind kostbar SN/APA (dpa)/Daniel Karmann
Lebensmittel sind kostbar

Wichtig sei, dass sich der bürokratische Mehraufwand für Hersteller und Händler in Grenzen halte und auf realistische Übergangsfristen geachtet werde. "Darüber hinaus erwarten sich unsere Händler, bei der Planung und Umsetzung aktiv miteinbezogen zu werden", sagte Will am Dienstag laut einer Aussendung.

Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung österreichischer Handelsunternehmen. Aktuell hat er 150 Mitglieder, darunter auch alle namhaften Lebensmittelhändler wie Rewe (Billa, Merkur, Penny, Adeg), Spar, Hofer und Lidl. Konstruktiven Gesprächen stehe die Branche durchaus offen gegenüber, so Will.

Die Herkunftskennzeichnung soll bei Produkten mit Fleisch, Ei und Milch gelten. Abgesehen vom Lebensmittelhandel ist die Kennzeichnungspflicht auch beim Essen in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und beim Bundesheer vorgesehen, nicht aber in der Gastronomie. Aktuell landen laut Handelsverband allein in der Gastronomie in Österreich jährlich 1,4 Millionen Käfigeier aus Ländern wie der Ukraine, während der Lebensmittelhandel ausschließlich Eier aus Boden- und Freilandhaltung anbiete.

Quelle: APA

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