Österreich

Handelsverband kritisiert VKI-Preiserhebung

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Juli teils riesige Preisunterschiede für die gleichen Produkte im Lebensmittelhandel erhoben. Diese Vergleiche bezeichnete der Handel nun als irreführend. Es sei bedauerlich, dass "solche Vergleiche immer nur den Preis ins Rampenlicht rücken und die Qualität hingegen vernachlässigt wird", so der Handelsverband am Freitag.

Handelsverband kritisiert VKI-Preiserhebung SN/APA (Symbolbild/dpa)/Ralf Hirsch
Es werden €pfel mit Birnen verglichen.

Der VKI verglich die Preise für drei Warenkörbe - Billigprodukte, Markenartikel und Bio-Produkte - bei heimischen Diskontern sowie bei Supermärkten und prangerte die teils gravierenden Preisunterschiede an. Für den Handel ist diese Erhebung "mehr als mangelhaft."

"Unterschiedliche Produktqualitäten müssen ebenso berücksichtigt werden, wie Abweichungen bei Herkunft, Mengen, Zertifizierungen und Verpackung", kritisierte der Handelsverband. So verglich der VKI laut Handelsverband beispielsweise Preise für Toilettenpapier "ohne dabei die unterschiedliche Blattanzahl, Länge der einzelnen Rollen und Qualitätsunterschiede zu berücksichtigen" oder in Großmengen abgepackte Maschinensemmeln mit frischen Backofensemmeln.

"Während der VKI unzulängliche Preisvergleiche anstellt, haben die heimischen Händler mit realen Kosten und schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen, um sich am Markt zu behaupten", so der Handelsverband. Die Anschuldigung, dass es zwischen den Händlern Preisabsprachen gebe sei falsch, gerade die Zielpunkt-Pleite sei ein Zeichen für harten und fairen Wettbewerb.

Quelle: APA

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