Wirtschaft

Haushaltsenergiepreise im Jänner 3,5 Prozent über Vorjahr

Die Preise für Haushaltsenergie lagen heuer im Jänner um 3,5 Prozent höher als ein Jahr davor, obwohl das allgemeine Preisniveau (VPI) nur um 2,0 Prozent stieg. Stark verteuerten sich Strom, Superbenzin und Brennholz, geht dem von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) hervor. Im Monatsabstand wurde Haushaltsenergie 1,5 Prozent teurer, der VPI gab 0,5 Prozent nach.

Die Strompreise zogen an SN/APA (dpa)/Jens Büttner
Die Strompreise zogen an

Vor allem höhere Strompreise, die binnen Monatsfrist um 4,5 Prozent anzogen, ließen im Jänner den EPI steigen, so Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Dazu trug auch der Anstieg der Netzentgelte bei, der - mit regionalen Unterschieden - im Schnitt 2,4 Prozent ausmachte. Langfristig betrachtet relativiere sich diese Strompreissteigerung aber, betonte Traupmann: Von 2009 bis 2019 seien die Preise für Strom um 7 Prozent gestiegen, zugleich habe die allgemeine Preissteigerung (VPI) aber 20 Prozent betragen.

Eine Besonderheit des Jänner-EPI ist die unterschiedliche Preisentwicklung von Benzin und Diesel. Im Monatsvergleich zog der Dieselpreis um 0,7 Prozent an, während sich Superbenzin um 0,2 Prozent verbilligte. Im Jahresabstand kosteten jedoch beide Spritsorten mehr: Super legte um 4,8 Prozent zu, Diesel um 1,6 Prozent. Die Heizölpreise sanken gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, lagen aber um 2,7 Prozent über dem Vorjahr.

Brennholz kostete im Jänner um 0,8 Prozent mehr als im Dezember und um 3,8 Prozent mehr als Anfang 2019. Holzpellets wurden im Monats- und Jahresabstand um 0,8 bzw. 0,7 Prozent teurer. Fernwärme wurde im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent günstiger, im Jahresabstand verteuerte sie sich um 0,7 Prozent.

Bei Gas profitierten die Verbraucher im Jänner von den niedrigen Großhandelspreisen - im Monatsabstand gab es einen Rückgang der Endkundenpreise um 1,2 Prozent, im Jahresvergleich betrug das Minus 0,7 Prozent. "Der relativ niedrige Heizenergiebedarf des milden Winters reduzierte die Nachfrage - in Folge sanken die Preise auf den Großhandelsmärkten", erläuterte die Energieagentur dazu.

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