Österreich

Heimische Wirtschaft startete mit Schwung ins neue Jahr

Erstmals seit Ende 2014 war die Konsumentenstimmung zum Jahreswechsel besser als im europäischen Durchschnitt.

Stimmung in den Unternehmen entwickelte sich über alle Sektoren besser.  SN/APA (dpa)/Patrick Pleul
Stimmung in den Unternehmen entwickelte sich über alle Sektoren besser.

Die heimische Wirtschaft ist gut ins neue Jahr gestartet. Erstmals seit Ende 2014 war die Konsumentenstimmung zum Jahreswechsel besser als im europäischen Durchschnitt. Und auch die Stimmung in den Unternehmen hat sich über alle Sektoren gerechnet besser entwickelt als im EU-Schnitt, gaben die Ökonomen der Bank Austria am Montag bekannt.

Für 2017 rechnen die Experten mit einem höheren BIP, aber auch mit einer deutlich höheren Inflation. Schon 2016 ist das Wirtschaftswachstum mit geschätzten 1,5 Prozent deutlich über dem Jahr davor (1 Prozent) gelegen. Für heuer erwarten die Bank-Austria-Ökonomen einen Anstieg von 1,6 Prozent. Bei der Teuerung gehen die Experten von einer Verdoppelung im Jahr 2017 auf 1,8 Prozent aus. Schon zum Jahresausklang 2016 ist die Inflation mit der Trendwende bei den Rohölpreisen spürbar angezogen. Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug sie aber nur 0,9 Prozent.

Der Ölpreis dürfte weiter anziehen, was vor allem Autofahrer und Menschen, die Ölheizungen haben, spüren werden. Für die betroffenen Haushalte stünden Mehrausgaben von 120 bzw. 140 Euro im Jahr ins Haus. Doch trotz der Mehrbelastung gegenüber 2016 würden die Ausgaben für Heizöl und Sprit noch immer geringer sein als im Jahresdurchschnitt 2015, heißt es.

Angesichts von Unsicherheiten wie den bevorstehenden Verhandlungen über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU ("Brexit"), wirtschaftspolitische Überraschungen im Zuge der US-Präsidentschaft von Donald Trump sowie diverser Wahlentscheidungen in Europa seien die mit den Prognosen verbundenen Abwärtsrisiken höher als 2016, räumen die Wirtschaftsexperten ein. Im Jahr 2018 dürfte die Wirtschaft nach Einschätzung der Ökonomen der Bank Austria geringfügig an Tempo verlieren. Die Verlangsamung des BIP-Anstiegs auf 1,4 Prozent sei auf eine weitere Abschwächung der Inlandsnachfrage zurückzuführen, während die leichte Aufwärtstendenz im Export anhalten sollte.

Quelle: APA

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