Wirtschaft

Herbstlohnrunde brachte zuletzt ein Plus von 2,55 bis 3,55 %

Die Herbstlohnrunde neigt sich dem Ende zu, bis auf einen Arbeitskonflikt in der Lederindustrie ist das Feilschen um die Kollektivverträge (KV) für das kommende Jahr sozialpartnerschaftlich verträglich verlaufen. Hier die aktuellen Abschlüsse im Überblick (die großen Brocken Metaller und Handel wurden bereits im November verhandelt). Zur Einordnung, aktuell liegt die Inflationsrate bei 4,3 Prozent.

Die höchsten KV-Abschlüsse verzeichnete zuletzt die Münze Österreich SN/APA/CHRISTOPH MEISSNER/CHRISTOPH
Die höchsten KV-Abschlüsse verzeichnete zuletzt die Münze Österreich

Am besten haben in den Lohnrunden der vergangenen Wochen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der staatlichen Münze Österreich abgeschnitten, ihre Gehälter erhöhen sich um 3,55 Prozent. Die Zuwendung bei der Geburt eines Kindes wird auf 1.128 Euro erhöht. Am anderen Ende befinden sich die Textilreiniger mit einem Zuwachs von 2,55 Prozent.

Für die Autobusbetriebe und Architekturbüros, das Spirituosengewerbe und die Süßwarenindustrie, die Glasbläser und Rechtsanwaltsangestellten gibt es einen Zuwachs von 3 Prozent, der EDV-KV legte um 3,1 Prozent zu, die Wirtschaftstreuhänder einigten sich auf einen Gehaltszuwachs im Jahresvergleich von 3,15 Prozent. Für die Beschäftigen in den Gartenbaubetrieben in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gibt es drei Prozent mehr am Lohnkonto, für Lehrlinge gar um 6,24 Prozent mehr. Im chemischen Gewerbe beträgt das Plus 2,8 bis 3,05 Prozent.

Etwas weniger hoch war der Anstieg in der Teigwarenindustrie (2,94 Prozent). Noch weniger ist es für die Beschäftigten beim Maschinenring in Kärnten und der Erfrischungsgetränkeindustrie (2,85 Prozent) geworden. Die Handelsarbeiter schlossen bei plus 2,8 Prozent ab. Nicht gerade schäumend war auch der Abschluss in der Malzindustrie mit 2,7 Prozent mehr Lohn, auf dem gleichen Niveau schloss auch das Schuhmachergewerbe, die Suppenindustrie und die Kärntner Gartenbaubetriebe ab. Auch für die Beschäftigten der Diakoni, dem Textilgewerbe, der Kaffeemittelindustrie und für die Gemüse- und Obstveredler gibt es ein Plus von 2,7 Prozent brutto.

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