Wirtschaft

Hofer-Maßnahmenpaket für Loosdorf-Mitarbeiter

Nach der für Ende März 2020 beschlossenen Schließung der Hofer-Zweigniederlassung Loosdorf in Niederösterreich hat der Lebensmitteldiskonter gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Maßnahmenpaket geschnürt. Darin heißt es, dass betroffene Mitarbeiter im Unternehmen bleiben können. Für Wechselwillige gebe es einen Sozialplan, teilte Hofer am Dienstag mit. Arbeitnehmervertreter zeigten sich zufrieden.

Mitarbeiter des Großlagers, die an einen anderen Standort wechseln wollen, sollen laut Konzern-Aussendung von einer weitgehenden Beschäftigungsgarantie in den darauffolgenden zwölf Monaten profitieren. Zudem werde Pendlern ein Fahrtkostenzuschuss gewährt. Weiters bestehe die Möglichkeit zusätzlicher finanzieller Leistungen bei besonders schweren Schicksalen, Krankheiten oder finanziellen Notlagen.

Nicht wechselwilligen Beschäftigten werde entsprechend Alter und Dienstzugehörigkeit eine freiwillige, einmalige Abfertigung in Höhe von vier bis maximal acht Monatsgehältern ausbezahlt. Angehörige mit Kindern erhielten darüber hinaus eine einmalige Zusatzzahlung.

Den Beschäftigten wird laut Hofer nun Zeit gegeben, sich über das Angebot Gedanken zu machen und in Einzelgesprächen die nächsten Schritte festzulegen. Eine Abschätzung sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage.

"In den Verhandlungen haben sich alle Beteiligten äußerst konstruktiv gezeigt. So war es uns möglich, gemeinsam einen Sozialplan zu entwickeln, welcher die Interessen der betroffenen Mitarbeiter bestmöglich abdeckt. All jenen, die sich entscheiden, zu bleiben und in eine andere Niederlassung zu wechseln, greifen wir unter anderem mit einem Fahrtkostenzuschuss und weiterer Unterstützung unter die Arme", so Hofer-Betriebsratsvorsitzender Markus Aunitzki laut Unternehmensaussendung.

Peter Stattmann, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp in Niederösterreich, meinte laut Mitteilung, dass "die Sicherheit der betroffenen Kolleginnen und Kollegen an erster Stelle" stehe. Auch Loosdorfs Bürgermeister Thomas Vasku (SPÖ) ist die Zukunft der 280 Beschäftigten ein wichtiges Anliegen. Erst 2017 sei der Spatenstich für eine Erweiterung des Lagers auf etwa 21.000 Palettenstellplätze erfolgt. Daher würden bereits Gespräche mit interessierten Käufern stattfinden, um rasch wieder Arbeitsplätze in der Region schaffen zu können, hieß es.

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