Wirtschaft

Inflation frisst Umsatzwachstum im Handel

Die hohe Inflation knabbert derzeit am Wachstum des heimischen Einzelhandels. In den ersten drei Monaten 2022 verzeichnete die Branche zwar ein Umsatzplus von rund 8,2 Prozent, preisbereinigt blieb allerdings nur noch ein Plus von 2,3 Prozent übrig, zeigen vorläufige und unbereinigte Zahlen der Statistik Austria. Im Lebensmittelhandel sind die Umsätze nominell um 1,7 Prozent zurückgegangen, real war das ein Minus von 5,8 Prozent.

Die hohe Teuerung macht Konsumenten und Handel zu schaffen SN/APA (dpa-Zentralbild) Symbolbild
Die hohe Teuerung macht Konsumenten und Handel zu schaffen

Der Handel mit Nicht-Nahrungsmitteln erzielte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 13,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor, real machte das ein Plus von 8,2 Prozent.

Die Inflation ist derzeit aufgrund des Krieges in der Ukraine allgemein auf einem hohen Niveau. In Österreich lag die Teuerung im März bei 6,8 Prozent. Im April dürfte die Inflationsrate laut Schnellschätzung der Statistik Austria 7,2 Prozent erreichen. Damit liegt sie deutlich über den von der EZB angestrebten 2 Prozent.

Im März zehrte die Teuerung das Wachstum im Einzelhandel auf. Lag das Umsatzwachstum in der Branche nominell bei 2,6 Prozent, so wurde unter Berücksichtigung der Preisentwicklung ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber 2021 verzeichnet. Der Lebensmittelhandel machte reale Einbußen von 4,6 Prozent, der Nicht-Lebensmittelhandel von 5,5 Prozent.

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 21.05.2022 um 12:34 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/inflation-frisst-umsatzwachstum-im-handel-120846862

Kommentare

Schlagzeilen