Wirtschaft

Inflation vor Virusausbruch auf 2,2 Prozent gestiegen

Die Inflation ist im Februar - also noch vor dem Ausbruch des Coronavirus in Österreich - auf 2,2 Prozent gestiegen, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte. Im Jänner lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. Deutliche Anstiege gab es bei Strom, der Arbeitspreis stieg im Jahresabstand um 6,6 Prozent. Markant billiger geworden sind Mobiltelefone, sie kosteten um 12,2 Prozent weniger.

Ausschlaggebend für Anstieg waren Preisschübe bei Nahrungsmitteln SN/APA (dpa)/Caroline Seidel
Ausschlaggebend für Anstieg waren Preisschübe bei Nahrungsmitteln

Als ausschlaggebend für den Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) erwiesen sich Preisschübe bei Nahrungsmitteln, für die um 2,0 Prozent mehr bezahlt werden musste. Das ist deutlich mehr als im Jänner, als die Teuerung bei Lebensmitteln 1,2 Prozent betrug. Insbesondere die Fleischpreise erhöhten sich spürbar um 5,6 Prozent. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen im Februar um 1,9 Prozent, für Fisch um 6,4 Prozent sowie für Milch, Käse und Eier insgesamt um 1,3 Prozent. Obst verteuerte sich um 0,5 Prozent, Gemüse hingegen wurde um 0,9 Prozent billiger. Die Preise für Öle und Fette verringerten sich deutlicher, insgesamt um 6,4 Prozent, darunter Butter sogar um 12,5 Prozent.

Bedeutendster Preistreiber war weiterhin der Bereich Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von Restaurants und Hotels, hieß es seitens des Statistikamts. Ohne die Preise für Wohnen sowie für Restaurants und Hotels hätte die Inflation nur 1,2 Prozent betragen. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen im Jahresvergleich durchschnittlich um 2,8 Prozent, jene in Restaurants und Hotels wurden durchschnittlich um 3,4 Prozent angehoben. Für Freizeit und Kultur war durchschnittlich um 2,7 Prozent mehr zu bezahlen.

Die Preise für Verkehr stiegen durchschnittlich um 1,8 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren um im Schnitt 4,0 Prozent höhere Preise für neue Autos. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 4,4 Prozent. Treibstoffe hingegen erwiesen sich mit 0,2 Prozent Plus als nahezu preisstabil. Im Jänner hatten Diesel und Benzin noch um 2,7 Prozent mehr gekostet.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresabstand ebenfalls um 2,2 Prozent. Im Jänner war der Anstieg bei 1,4 Prozent gelegen. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 1,7 Prozent.

Die jährliche Inflation (HVPI) ist im Februar sowohl in EU und Euroraum gesunken. Im Euroraum lag sie laut den am Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Daten im November bei 1,2 Prozent. Im Jänner waren es 1,4 Prozent gewesen, ein Jahr zuvor 1,5 Prozent. Die jährliche Inflationsrate in der EU betrug im Februar demnach 1,6 Prozent, gegenüber 1,7 Prozent im Jänner. Im Februar 2019 waren es 1,6 Prozent.

Quelle: APA

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 26.01.2021 um 07:56 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/inflation-vor-virusausbruch-auf-2-2-prozent-gestiegen-85028473

Kommentare

Schlagzeilen