Wirtschaft

Kaltes Winterwetter kurbelt Weihnachtsgeschäft in Tirol an

Bei strahlendem Sonnenschein sind am zweiten Einkaufssamstag die Tiroler Geschäfte gut besucht worden. Im Handel herrschte gute Stimmung, besonders im Textil- und Wintersportbereich läuft der Verkauf heuer gut, ergab ein APA-Rundruf am Samstag. Laut Alois Schellhorn, Geschäftsführer der Sparte Handel bei der Wirtschaftskammer Tirol, sind lediglich die Juweliere noch nicht zufrieden.

Lediglich die Juweliere sind noch nicht zufrieden SN/APA (dpa/Symbolbild)/Sina Schuld
Lediglich die Juweliere sind noch nicht zufrieden

Der Umsatz der Händler sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa drei bis vier Prozent gestiegen, schätzte Schellhorn. Dass Winterbekleidung und Sportartikel - vor allem Skitourenausrüstung und Daunenjacken - sich in diesem Jahr besonders gut verkaufen, führte er auf das kalte Winterwetter zurück. Lediglich die Juweliere warten noch auf den großen Ansturm, aber bei deren Kunden handle es sich meist um "Late-Shopper", meinte Schellhorn.

Auch abseits der Landeshauptstadt herrscht in den Geschäften reges Treiben, wie in Kufstein. "Die Geschäfte sind zufrieden", sagte Sandra Bodner von den Kufstein Galerien, die auch im Vorstand der Kaufmannschaft Kufstein ist. In den Kufstein Galerien würden sich neben Textilwaren vor allem Bücher gut verkaufen. Aber nicht nur die Einkaufszentren sind voll, auch in der Innenstadt sind viele beim shoppen. Insbesondere der Christkindlmarkt auf der Kufsteiner Festung läuft so gut wie noch nie, frohlockte Bodner.

"Die Garage ist fast voll", freute sich auch Markus Siedl vom Innsbrucker Einkaufszentrum Sillpark. "Das Geld sitzt heuer lockerer als im Vorjahr", stellte er fest. Im Sillpark würden sich neben Winterkleidung auch Gutscheine nach wie vor gut verkaufen. Besonders die Weihnachtsstände im Einkaufszentrum freuen sich über ein gutes Geschäft. Siedl ging davon aus, dass hier in der Adventzeit etwa 1,4 Tonnen Kekse an den Mann und die Frau gebracht werden.

Indes habe auch der "Black Friday" seiner Ansicht nach im stationären Handel Fuß gefasst, wobei die Meinungen unter den Händlern im Sillpark auseinandergehen. Siedl bezeichnete den Aktionstag als "Fluch und Segen". Einerseits würden zwar die Umsätze dadurch angekurbelt, andererseits "geht man fast schon zu früh in den Abverkauf".

"Einige sind schon eingedeckt", berichtete auch Sebastian Schneemann vom Kaufhaus Tyrol hinsichtlich des "Black Friday". In den Elektrogeschäften werden dieses Jahr auffallend Smart-Home-Artikel oder auch Smart-Watches stark nachgefragt. Bisher verzeichne man auch im Kaufhaus Tyrol eine höhere Besucherfrequenz als im Vorjahr. Am zweiten Einkaufssamstag sollen schätzungsweise 40.000 Menschen das Einkaufszentrum in der Innsbrucker Innenstadt besucht haben. Schneemann prognostizierte aber, dass das dritte Adventwochenende das umsatzstärkste sein wird. Spüren werde man in diesem Jahr, dass der 8. Dezember auf einen Sonntag fällt: "Der 8. fehlt heuer einfach. Das haben die Händler aber miteinkalkuliert", sagte er.

Quelle: APA

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