Wirtschaft

"Kaufhaus Österreich" mit Förderangebot für Onlinehandel

Das gescheiterte Onlinehändler-Verzeichnis "Kaufhaus Österreich" des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer lebt nun weiter als Info-Plattform für Händler. Seit Samstag stehen 10 Mio. E-Commerce-Förderung über www.kaufhaus-oesterreich.at zur Verfügung, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss greift die öffentliche Hand Onlinehandel-Projekten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) finanziell unter die Arme.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck verteidigte die Kosten SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck verteidigte die Kosten

Gefördert werden 20 Prozent der Projektkosten von mindestens 3.000 und maximal 60.000 Euro. Die Förderung kann bis 31. Oktober 2021 beantragt werden. In Kürze soll auch wieder die KMU Digital-Förderung des Wirtschaftsministeriums in Kooperation mit der WKÖ in Höhe von insgesamt 5 Mio. Euro starten.

Das Onlinehändler-Verzeichnis von "Kaufhaus Österreich" und die Shop-Suchfunktion wurde im Februar nach rund zwei Monaten eingestellt, die staatliche Austria Wirtschaftsservice (aws) übernahm dann im Auftrag des Wirtschaftsministeriums den Betrieb der Website. Die Wirtschaftskammer zog sich aus dem Projekt zurück.

Die Opposition hat die Kosten von bis zu 1,3 Mio. Euro für das "Kaufhaus Österreich" kritisiert und den Rücktritt von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) gefordert. Schramböck hat die Kritik an den Kosten zurückgewiesen. Nur die Suchfunktion sei nicht gut umgesetzt worden.

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