Wirtschaft

Kein Weihnachtsfrieden: Hat der Handel nichts zu verschenken?

Die Mitarbeiter wollen just am 8. Dezember protestieren, einem der stärksten Tage im heimischen Handel. Die Händler betonen, ein kräftigeres Lohnplus könne man sich nicht leisten. Wie gut oder schlecht zahlt der Handel?

Von Weihnachtsfrieden ist im Handel derzeit wenig zu bemerken. SN/dpa/Holger Hollemann
Von Weihnachtsfrieden ist im Handel derzeit wenig zu bemerken.

Selbst eine geschenkte freie Stunde am 24. Dezember konnte im Ringen um die Handelsgehälter in der Nacht auf Donnerstag den Weihnachtsfrieden nicht mehr retten. Die KV-Verhandlungen für über 400.000 Mitarbeiter wurden auch nach der vierten Runde ergebnislos abgebrochen. Ein Lohnplus von 2,35 Prozent, mindestens aber um 42 Euro im Monat (was laut Arbeitgebern eine Erhöhung von 2,65 Prozent bringe) war der Gewerkschaft zu wenig. Für Samstag sind Proteste geplant. In Salzburg werde die Gewerkschaft ab 11 Uhr in einem Demonstrationszug über die Staatsbrücke und durch die Getreidegasse für höhere Löhne im Handel protestieren, kündigte der Salzburger GPA-Geschäftsführer Gerald Forcher an. Auch in Einkaufszentren wie dem Europark oder vor Supermärkten wolle man an dem verkaufsoffenen Marienfeiertag Kunden informieren. Ab kommenden Montag soll es Betriebsversammlungen während der Dienstzeit geben, mancher Supermarkt könne dann erst später aufsperren.

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