Österreich

Kern gegen Arbeitszeitregelungen auf Kosten der Arbeitnehmer

SPÖ-Chef Bundeskanzler Christian Kern hat sich am Montag gegen Arbeitszeitregelungen "auf Kosten der Arbeitnehmer" ausgesprochen. Damit reagierte er auf den Vorstoß von Vizekanzler Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) für eine gesetzliche Höchstarbeitszeit von 12 Stunden täglich ohne Überstundenzuschlag in Betrieben mit Gleitzeit.

Kern gegen Arbeitszeitregelungen auf Kosten der Arbeitnehmer SN/APA (SPÖ/Stohanzl)/SPÖ/MAX STO
Bundeskanzler Christian Kern.

Kern meinte in der "ZiB1" des ORF-Fernsehens, bei Arbeitszeitregelungen gebe es einerseits "Notwendigkeiten", die aus der Wirtschaft kämen, aber auch "Schutzinteressen von den Arbeitnehmern". Aufgabe sei es jetzt, der Wirtschaft zu ermöglichen, hier gute Bedingungen zu finden, "und das nicht auf Kosten der Arbeitnehmer".

Mitterlehner hatte sich am Vormittag für die gesetzliche Verankerung einer Höchstarbeitszeit von 12 Stunden täglich ohne Überstundenzuschlag ausgesprochen, sofern es in einem Betrieb eine Gleitzeitvereinbarung gibt. Das sei weder eine Verpflichtung, dass jeder 12 Stunden arbeiten müsse, noch ein Anschlag auf die Rechte der Arbeitnehmer, sondern würde nur sicherstellen, "dass wir mit Gleitzeitmodellen dann arbeiten sollen, wenn die Arbeit anfällt, und nicht zu anderen Zeitpunkten", so der ÖVP-Chef.

(APA)

Aufgerufen am 24.05.2018 um 02:23 auf https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/kern-gegen-arbeitszeitregelungen-auf-kosten-der-arbeitnehmer-1007728

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