Wirtschaft

Konjunkturabkühlung schlägt langsam auf Arbeitsmarkt durch

Die Konjunkturabkühlung beginnt sich nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) nun auch auf dem Arbeitsmarkt in Österreich bemerkbar zu machen. Die Situation sei aber "immer noch günstig", erklärten die Wirtschaftsforscher am Dienstag in einer Konjunktur-Kurzanalyse.

Laut Wifo ist die Situation allerdings immer noch günstig SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Laut Wifo ist die Situation allerdings immer noch günstig

Die Zahl der unselbstständig aktiv Beschäftigten stieg nach vorläufigen Schätzungen im Mai um 74.000 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei den heimischen Arbeitslosenzahlen zeichnet sich laut Wifo hingegen "ein Ende der Erholung ab", die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung stagnierte saisonbereinigt.

Im ersten Quartal 2019 wuchs im Euroraum und in den USA das reale Bruttoinlandsprodukt, während sich in einigen Schwellenländern sich die Konjunktur weiter abschwächte. Das Wachstum der österreichischen Exporte sei zuletzt "leicht gedämpft" gewesen, schreiben die Wifo-Ökonomen. Die Binnennachfrage im ersten Quartal habe sich aber erneut als stabile Wachstumsstütze der österreichischen Wirtschaft erwiesen. Auch das Wachstum der Konsumausgaben der privaten Haushalte habe sich weiter verstärkt und die hohe Dynamik der Bauinvestitionen habe angehalten.

Die Inflationsrate in Österreich lag im April mit 1,7 Prozent auf Niveau des Euroraum-Durchschnitts. Der Preisauftrieb ist damit in Österreich "weiterhin mäßig", so die Wirtschaftsforscher. Beutende Preistreiber waren erneut die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie sowie für Restaurants und Hotels.

Die Vorlaufindikatoren zeichnen für Österreichs Wirtschaft insgesamt ein gemischtes Bild. Die heimischen Unternehmen sind trotz Eintrübung seit dem Konjunkturhöhepunkt Ende 2017 und Anfang 2018 nach wie vor zuversichtlich, geht aus dem Wifo-Konjunkturtest vom Mai hervor. Beim Konsumentenvertrauen würden einander die positiven und pessimistischen Einschätzungen die Waage halten, so die Wifo-Ökonomen. Einen spürbar pessimistischeren Ausblick habe es beim Bank-Austria-Einkaufsmanagerindex gegeben.

Quelle: APA

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