Wirtschaft

Kurz erwartet neue Vorschläge zur Finanztransaktionssteuer

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstag in Berlin gemeint, er gehe davon aus, dass der deutsche Finanzminister Olaf Scholz versuchen werde, neue Vorschläge zur Finanztransaktionssteuer zu machen. "Wir sind für die Finanztransaktionssteuer und wollen die Besteuerung von Spekulanten, die auf den Niedergang von Staaten wetten, und für die letze Finanzkrise verantwortlich waren", so Kurz.

Kanzler Kurz mit BDI-Präsident Dieter Kempf SN/APA (BUNDESKANZLERAMT)/DRAGAN TA
Kanzler Kurz mit BDI-Präsident Dieter Kempf

Allerdings wolle man nicht, dass nur Kleinanleger betroffen seien, denn in Österreich würden sich ohnehin "zu wenig Menschen am Kapitalmarkt beteiligen", betonte der Bundeskanzler. Am Dienstagvormittag traf Kurz den Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, und mehrere Wirtschaftsvertreter, um über Wirtschaftsfragen zu sprechen. Zuvor habe er mit dem ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck einen guten Austausch gehabt, sagte Kurz im Anschluss vor Journalisten.

Der BDI sei ein wichtiger Ansprechpartner, meinte Kurz. Es sei beeindruckend, wie viele deutsche Unternehmen ihre Investments in Österreich ausgebaut hätten. "Wir sind dankbar, dass Österreich als Standort durch deutsche Investitionen gestärkt wird", sagte der Bundeskanzler. Bei dem Gespräch sei auch der Europäische Green New Deal und die Zusammenarbeit mit den Grünen thematisiert worden, so Kurz.

Quelle: APA

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