Wirtschaft

Landesrat Petschnig für Abschaffung der Sektsteuer

Seit der Einführung der Sektsteuer im Jahr 2014 fordern Schaumwein-Produzenten ihre Abschaffung. Der jüngste Vorstoß kommt aus der Politik: Burgenlands Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) verlangte am Montag das "Aus" für die Abgabe mit dem Argument, dass es sich um eine "wenig sprudelnde Steuer" handle - das Steueraufkommen abzüglich des Verwaltungsaufwands sei "sehr gering".

Immer wieder wird über die Sektsteuer diskutiert SN/APA (Gindl)/BARBARA GINDL
Immer wieder wird über die Sektsteuer diskutiert

Die Abgabe in der Höhe von einem Euro pro Liter verteuere im selben Ausmaß die Produkte heimischer Produzenten, argumentierte Petschnig in einer Aussendung: "Von den erwarteten rund 18,5 Millionen Euro jährlich bleiben nach Kosten gerade einmal 2,5 Millionen Euro übrig. Für die Kunden bedeutet der Sektsteueraufschlag eine durchschnittliche Preiserhöhung von 25 Prozent, was zu einem Rückgang des Absatzes von heimischem Sekt um 25 Prozent führt." Anlass für Petschnigs Vorstoß war der Spatenstich einer Sektkellerei am Wochenende in Zurndorf.

Der Wirtschaftslandesrat hatte während der schwarz-blauen Regierungsverhandlungen auf Bundesebene in jener Gruppe mitgewirkt, die sich mit Steuern und Abgaben befasste. Dabei habe man sich "auf eine ersatzlose Streichung" der Sektsteuer geeinigt, erinnerte sich Petschnig. "Diese Maßnahme bleibt jetzt vom Finanzminister (Hartwig Löger, ÖVP, Anm.) einzufordern. Ich spreche mich daher in aller Klarheit für eine Abschaffung der Schaumweinsteuer aus."

Quelle: APA

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