Wirtschaft

Leere Sitze: Lufthansa muss wohl noch mehr sparen

Lufthansa-Tochter AUA sieht dagegen keinen Nachbesserungsbedarf

Mehr Sitze als erwartet bleiben in den Lufthansa-Flugzeugen frei.  SN/afp
Mehr Sitze als erwartet bleiben in den Lufthansa-Flugzeugen frei.

Die Lufthansa muss voraussichtlich mehr sparen als bisher angekündigt. Denn der erhoffte Neustart nach der coronabedingten Flugpause verläuft schleppender als erwartet. Bis Jahresende werde die Lufthansa anstatt der erhofften 60 Prozent lediglich 40 Prozent ihrer Kapazität anbieten können, schreibt das "Handelsblatt" in seiner Dienstagausgabe.

Trotz der bewilligten Staatshilfe von 9 Mrd. Euro verbrenne die Airline monatlich 500 Mill. Euro. Weil man auf eine neuerliche staatliche Unterstützung unbedingt verzichten wolle, sei bereits absehbar, dass das geplante Sparpaket der Lufthansa nachjustiert werden müsse.

Konzernkreise werden mit der Aussage zitiert, es sei "durchaus möglich, dass die Flotte um mehr als 100 Flugzeuge schrumpfen wird". Bisher war eine Reduktion der Flotte in dieser Größenordnung geplant. Noch gebe es keine Entscheidung, es sei aber mit einer erheblich größeren Verkleinerung zu rechnen, heißt es aus Konzernkreisen. Parallel dazu könnten beim Kabinenpersonal knapp 4000 statt 2700 Stellen wegfallen, heißt es. Weder die Lufthansa noch die zuständige Gewerkschaft UFO haben diese Zahlen bestätigt.

Was das alles für die Lufthansa-Tochter AUA bedeutet? "Bei uns ändert sich nichts", heißt es auf Anfrage. Man habe sich bereits im Mai mit Boden- und Bordpersonal auf Kurzarbeit bis 2022 und auf einen sozial gestaffelten Gehaltsverzicht geeinigt. Damit würden die 7000 Mitarbeiter bis 2024 kumuliert enen Krisenbeitrag von 300 Millionen Euro leisten.

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