Wirtschaft

Leihradanbieter "Ofo" zieht sich offenbar aus Wien zurück

Der chinesische Leihradanbieter "Ofo" zieht sich aus Wien zurück. Laut einem Bericht von "derstandard.at" sollen die Bikes innerhalb der nächsten Wochen von der Straße geholt werden. Begründet wird dies unter anderem mit den neuen strengen Regeln für stationsungebundene Leihräder bzw. dem neuen Limit von 1.500 Drahteseln pro Anbieter.

Die Bikes sollen in den kommenden Wochen von der Stra§e geholt werden SN/APA (AFP/Archiv)/ERIC PIERMONT
Die Bikes sollen in den kommenden Wochen von der Stra§e geholt werden

Zuletzt war bereits über die Zukunft des aus Singapur stammenden Mitbewerbers "oBike" spekuliert worden, der in Wien ebenfalls aktiv ist. Laut Medienberichten läuft derzeit ein Insolvenzverfahren.

Die sogenannten "Free-Floating"-Räder haben in der Vergangenheit immer wieder für Aufregung in Wien gesorgt - vor allem illegal entsorgte oder abgestellte Exemplare. Dadurch sah sich die Stadt genötigt, den Anbietern fixe Regeln vorzuschreiben. Ein entsprechender Leitfaden inklusive Registrierungs- und Wartungspflicht tritt mit 1. August in Kraft.

"Ofo" erläuterte in einer der APA übermittelten Stellungnahme, dass es durch die "hohen regulatorischen" Auflagen für stationslose Fahrräder erschwert wird, den Service gewinnbringend zu betreiben. Daher entferne man die Räder. "Ofo hat von Anfang an einen sehr positiven Dialog mit allen zuständigen Behörden und der Mobilitätsagentur geführt, um proaktiv zur Diskussion beizutragen und somit einen guten Service für Wien bieten zu können", hieß es. Das Limit von 1.500 Fahrrädern macht es zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht mehr möglich, in Wien tätig zu sein: "Wir bedauern die Entscheidung, werden uns jedoch weiterhin auf andere europäische Schlüsselmärkte konzentrieren."

Quelle: APA

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