Österreich

Leitl: Eurozone muss Zügel strenger anziehen

1999 wurde der Euro als Buchgeld und 2002 als Bargeld eingeführt. Zum jetzigen Jahreswechsel jährt sich die Bargeldeinführung zum 15. Mal. Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl sprach am Donnerstag trotz zwischenzeitiger Finanz- und Schuldenkrise von einer Erfolgsgeschichte. Damit das so bleibt, müssten in Europa aber die Zügel gestrafft werden, forderte er.

"Zügel der wirtschaftspolitischen Steuerung strenger anziehen".  SN/APA (Archiv/dpa)/Federico Gambar
"Zügel der wirtschaftspolitischen Steuerung strenger anziehen".

"Damit der Euro auch langfristig eine Erfolgsstory bleibt, ist noch einiges zu tun", befand Leitl. Auf nationaler Ebene müssen die Euro-Länder ihre budgetären Hausaufgaben machen. Sie müssten für solide Staatsfinanzen und Strukturreformen sorgen.

Auf europäischer Ebene "müssen innerhalb der Eurozone die Zügel der wirtschaftspolitischen Steuerung strenger angezogen und bestehende Regeln auch tatsächlich umgesetzt und vollzogen werden." Bis jetzt fehlten nach wie vor effektive Mechanismen, um mit der teils sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Euro-Länder umzugehen. Leitl spricht sich insbesondere um eine "noch enger koordinierte, kontrollierte und auch sanktionierte Budgetpolitik" sowie eine strategisch orientierte Wirtschaftspolitik aus.

Österreich als kleines exportorientiertes Land zähle zu den größten Gewinnern der Währungsunion. Demnach habe das Wirtschaftswachstum durch den Euro zwischen 1999 (dem Zeitpunkt der Einführung als Buchgeld) und 2015 kumuliert um 9,3 Prozent zugelegt.

Quelle: APA

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