Österreich

Massiver Wildverbiss schadet Wald - Nun jährlich erhoben

Der massive Wildverbiss in den Wäldern soll nun regelmäßig kontrolliert werden. "Nach den besorgniserregenden Berichten der vergangenen Jahre über das Ausmaß von Wildschäden in Österreichs Wäldern setzt das Landwirtschaftsministerium nun auf Bemühungen, im Dialog zwischen Forst und Jagd zu einer Milderung des Problems beizutragen", so Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) am Montag.

Letzten Erhebungen zu Folge sind in fast zwei Drittel der Bezirke Österreichs mehr als die Hälfte der Waldflächen starken Wildeinfluss ausgesetzt. In fast einem Viertel der Bezirke wurden sogar über 75 Prozent der Flächen mit starkem Wildeinfluss festgestellt. "Dramatisch" ist die Situation vor allem deshalb, da sich bei anhaltenden Wildschäden der Verjüngungszeitraum des Waldes erheblich verlängern wird und zudem mit einem Ausfall von Mischbaumarten zu rechnen ist. Als besonders problematisch sieht das Ministerium dabei den Verlust von stabilisierenden Baumarten sowie Verjüngungsdefizite im Schutzwald.

Während bisher drei Jahre dauernde Erhebungsperioden mit einem Zeitraum ohne Erhebung abwechselten, werden ab 2016 nun permanent Erhebungen durchgeführt. Ab 2018 wird es dadurch möglich sein, jährlich Ergebnisse der Waldinventur zu veröffentlichen, so der Minister.

Quelle: APA

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