Österreich

Mehrheit der Österreicher will Kaffee aus Kapseln und Pads

Die ersten Kapselmaschinen kamen laut Österreichischem Kaffee- und Tee-Verband vor mehr als zehn Jahren auf den heimischen Markt

Mehrheit der Österreicher will Kaffee aus Kapseln und Pads SN/APA (dpa)/Christin Klose
Kapseln haben den Filterkaffee bereits stark verdrängt.

, Mittlerweile stehen Kapselmaschinen in rund 42 Prozent der Haushalte, wie aus einer GFK-Umfrage hervorgeht. Gemeinsam mit Pad-Maschinen kommen Einzelportionsmaschinen auf 51,3 Prozent.

Der schnelle Kaffee auf Knopfdruck verdrängt zusehends die elektrischen Filtermaschinen, die 2006 noch von 71 Prozent der Befragten verwendet wurden. Mittlerweile hat sich der Gebrauch mehr als halbiert - nur noch 34 Prozent der Österreicher besitzen so eine Maschine. Ein Drittel bereitet seien Kaffee mit einem Vollautomaten zu, in den man nur die Kaffeebohnen schütten und dann auf einen Knopf drücken muss.

"Beide Zubereitungssysteme bieten eine breite Auswahl, was Geschmack und Stärke des Kaffees anbelangt. So kann jeder seine persönliche Kaffeespezialität nach den eigenen Vorlieben schnell und einfach zubereiten", so der Präsident des Österreichischen Kaffeeverbandes, Harald Mayer.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee ging 2015 gegenüber dem Jahr davor von 8,3 auf 7,8 Kilogramm zurück. Mit einem Konsum von durchschnittlich 2,9 Tassen täglich liegen die Österreicher aber weiterhin deutlich im europäischen Spitzenfeld.

Der Kaffeeimport verringerte sich im vergangenen Jahr von 1,6 auf 1,5 Millionen 60-Kilogramm-Säcke - fast drei Viertel davon (1,1 Millionen Säcke) wurden auch tatsächlich in Österreich konsumiert, der Rest wurde wieder exportiert.

Traditioneller Röstkaffee stellt hierzulande einen mengenmäßigen Anteil von etwa 60 Prozent. Das Espresso- und Crema-Segment legt aber zu und liegt mit 26 Prozent vor den Einzelportionssystemen (14 Prozent). Kapseln und Pads sind aber verhältnismäßig teuer: Wertmäßig halten die Einzelportionssysteme nämlich insgesamt 39,5 Prozent des Marktanteils und liegen damit gleichauf mit dem mengenmäßig mehr als viermal so stark vertretenen Röstkaffee (39,7 Prozent).

Der weltweite Ernteertrag ging 2015 auf 143,3 Millionen 60-Kilogramm-Säcke gegenüber dem Jahr davor um 0,7 Prozent geringfügig zurück. Bei den im Geschmack als hochwertiger und feiner geltenden Arabicas gab es ein Minus von 1,5 Prozent auf 83,3 Millionen 60-Kilo-Säcke, bei den Robusta-Sorten, die als ertragreicher und unkomplizierter im Anbau gelten, hingegen gab es ein Plus von 3,9 Prozent auf 60 Millionen Säcke.

Mehr als die Hälfte des globalen Gesamtmarktvolumens kommt aus den drei Kaffeeanbauländern Brasilien (43 Millionen Säcke), Vietnam (27,5 Millionen Säcke) und Kolumbien (13,5 Millionen Säcke). Aus asiatischen Ländern kommt mehr als ein Drittel des Kaffees (47,9 Millionen Säcke). Afrika hält einen Anteil von mehr als 12 Prozent an der weltweiten Kaffeeproduktion - Tendenz steigend, mit einem Anstieg von 8,7 Prozent allein im vergangenen Jahr. Burundi, Tansania und Uganda verzeichneten sogar Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich.

Quelle: APA

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