Österreich

Millionenpleite in der oberösterreichischen Baubranche

Die Sanierung der Wiener Praterbrücke hat das Perger Unternehmen GLS Bau und Montage sowie ihre Tochter RW Montage in eine Millionenpleite geführt. Insgesamt sind gut 280 Dienstnehmer und rund 1.130 Gläubiger betroffen. Dienstag wurde für GLS Bau ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Linz beantragt, für RW Montage ein Konkursverfahren, teilten KSV und Creditreform mit.

Millionenpleite in der oberösterreichischen Baubranche SN/APA (Symbolbild/dpa)/Carsten Reh
GLS Bau und RW Montage sind insolvent.

Laut KSV 1870 handelt es sich um die größte Pleite in Oberösterreich heuer - sowohl was die Mitarbeiter betrifft als auch hinsichtlich der Schulden. Bei der GLS stehen mehr als 50 Mio. Euro Passiva rund 26,4 Mio. Euro Aktiva gegenüber. Bei der RW Montage liegen die Aktiva etwa bei 10,5 Mio. Euro, die Angaben zu den Passiva schwanken zwischen 8,3 und 10,5 Mio. Euro. Hier wurde der drohende Verlust offenbar noch nicht schlagend.

Bis zum Jahresabschluss Mitte 2016 sei die wirtschaftliche Entwicklung der Firmen noch positiv gewesen. Am 4. November wurde jedoch offenkundig, dass sich die Großbaustelle in Wien zu einem Ruin entwickelt habe. Die Generalsanierung habe nicht nur das Eigenkapital der Unternehmen aufgefressen, sondern trieb es auch in den Verlust, nannte der KV als Insolvenzgrund. Die GLS Bau soll aber nach einer Restrukturierung mit dem künftigen Insolvenzverwalter fortgeführt werden, teilte Creditreform mit.

Der Sanierungsplan sieht vor, den Gläubigern eine sofortige Barquote von 5 Prozent anzubieten. Weitere 15 Prozent in den nächsten zwei Jahren.

Quelle: APA

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