Österreich

Mitterlehner für "positive Stimmung", Start-ups als Hoffnung

99,7 Prozent der österreichischen Betriebe sind Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Als Folge der Globalisierung und Digitalisierung unterliegen sie einem starken Wandel, der wirtschaftspolitische Handlungsbedarf wird daher größer, geht aus dem von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) vorgelegten Mittelstandsbericht hervor. Als Hoffnungsträger gelten derzeit Start-ups.

Mitterlehner für "positive Stimmung", Start-ups als Hoffnung SN/APA/ROBERT JAEGER
Der Wirtschaftsminister ist gegen zusätzliche Steuern.

So bezeichnet man besonders innovative Unternehmensgründungen mit Aussicht auf starkes Umsatz- und/oder Beschäftigungswachstum. Da sie für Jobwachstum von großer Bedeutung sein können, sollen diese zunehmend gefördert werden - insbesondere durch ein im Juli beschlossenes "Start-up-Paket".

Aber: "Private Investitionen erfordern nicht nur Anreize, sondern auch eine positive Stimmung und das notwendige Vertrauen in den Standort", so Mitterlehner (ÖVP) anlässlich der Vorstellung des Berichts. Er erteilt den zuletzt lauter gewordenen Rufen nach Maschinensteuern, neuen Vermögens- und Eigentumssteuern sowie Arbeitszeitverkürzungen eine Absage und betont die Wichtigkeit eines unternehmerfreundlichen Wirtschaftsklimas.

Mit 119.500 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) machen diese über ein Drittel der österreichischen marktorientierten Firmen aus. Der Anteil der EPU wird im Verhältnis zur Gesamtheit der österreichischen Unternehmen immer größer. Ihre Anzahl stieg von 2008 bis 2014 um rund 13 Prozent, die der Unternehmen insgesamt um etwa 9 Prozent.

Im Bereich der Einzelunternehmer verschwimmen die Grenzen zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit zunehmend. Da dieses "hybride Unternehmertum" immer mehr an Bedeutung gewinnt, müssen Rahmenbedingungen und soziale Sicherungssysteme darauf ausgerichtet werden, heißt es im Bericht.

Auch der Anteil der Frauen in Unternehmertätigkeiten wächst. Mit 36 Prozent Unternehmerinnen liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt (32 Prozent). Der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder und Bereitstellung der sozialen Infrastruktur seien wichtig, damit Frauen häufiger selbstständig tätig werden können.

Quelle: APA

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