Österreich

Mitterlehner sieht "positiven Ausblick für 2017"

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sich am Mittwoch bei der Präsentation eines neuen Rekordes bei internationalen Betriebsansiedelungen optimistisch für das heurige Jahr gezeigt. "Ich sehe eigentlich einen sehr positiven Ausblick für 2017", so Mitterlehner. Nun gelte es die Steuer- und Abgabenquote zu senken sowie die Arbeitszeitflexibilisierung und Deregulierung voranzutreiben.

Die Themen sind im neuen Jahr die alten.  SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Themen sind im neuen Jahr die alten.

Bei der, im europäischen Vergleich hohen, Körperschaftssteuer müsse es eine Senkung geben, einen Zeitpunkt wollte Mitterlehner nicht nennen. Denn noch mehrere weitere Punkte würden ebenso anstehen. Voraussichtlich im Mai werde die neue Klima- und Energiestrategie präsentiert, die kalte Progression sei auch ein Thema und insbesondere die Arbeitszeitflexibilisierung würde den Firmen unter den Fingernägel brennen.

Die bereits beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten im Umfang von 1 Mrd. Euro käme einer Lohnerhöhung gleich, ohne dass die Unternehmer zusätzlich belastet würden. "Der Weg ist der richtige, aber es gibt noch Potenzial nach oben", so der Minister am Mittwoch vor Journalisten. Dies beweise auch die Verbesserung bei mehreren internationalen Rankings und die aufgehellte Stimmung in der Wirtschaft.

Und schlussendlich würde sich der Aufschwung auch in dem neuen Rekord bei internationalen Betriebsansiedelungen im Jahr 2016 zeigen. "Gemeinsam mit den Regionalgesellschaften konnte die Betriebsansiedlungsagentur ABA im Vorjahr 319 internationale Unternehmen in Österreich ansiedeln. Damit haben wir erstmals die Schallmauer von 300 Ansiedelungen durchbrochen", so Mitterlehner. Die damit verbundenen Investitionen seien im Vorjahr um 42 Prozent auf 705 Mio. Euro angestiegen. Insgesamt seien 2.622 neue Jobs geschaffen worden. Der stärkste Bereich sei die IT- und Telekommunikationsbranche gewesen.

Unternehmen aus Deutschland gehören mit einem Anteil von 36 Prozent an allen Ansiedlungen zu den stärksten Investoren. "116 deutsche Unternehmen kamen 2016 mit Unterstützung der ABA nach Österreich. Dies ist ein Zuwachs von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr", rechnete ABA-Geschäftsführer Rene Siegl vor. Ebenfalls stark entwickelt hätten sich China, die Schweiz und Slowenien. Geschwächelt hätten hingegen Italien, Russland und Ungarn.

Ein starkes Plus habe es bei den forschenden Unternehmen gegeben, die sich im Jahresvergleich verdoppelt hätten. Und bei der Ansiedlung von Start Ups verzeichnete die ABA einen Zuwachs von über 50 Prozent. Für heuer erwartet sich Siegl eine moderate Steigerung auf hohem Niveau.

Quelle: APA

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